Fenninger: "Oft braucht es einen Tsunami, bis wirklich etwas passiert"

20. Juni 2015, 11:36
495 Postings

Die Salzburgerin erklärt in einem neuerlichen Facebook-Eintrag den Grund für ihr Einlenken

Drei Tage nach dem klärenden Gespräch zwischen ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel und Anna Fenninger und zwei Tage nach Verkündigung des Friedens im Streit um ein Werbesujet hat sich Österreichs zweifache Weltcup-Gesamtsiegerin am Samstag neuerlich via Facebook zu Wort gemeldet.

Die mittlerweile 26-jährige Salzburgerin zieht ein Resümee der leidigen Misere, erklärt, warum sie schlussendlich zurücksteckte und bedankt sich für die Unterstützung durch ihre Fans: "Wow, euer Support hat mich umgehaun. Big Thx dafür."

Nun ist im Gegensatz zu ihrem Facebook-Eintrag vor vier Tagen keine Rede mehr von nicht eingehaltenen Versprechen, Lügen, mangelnder Wertschätzung gegenüber Frauen und dem Vorwurf, dass sie sich oftmals ohne Argumentation fügen musste. Dafür hatte sie sich ja auch laut Schröcksnadel entschuldigt.

"Für Prinzipien zu kämpfen ist nicht immer einfach"

Warum sie im Konflikt mit dem ÖSV nun einlenkte und damit auf Deeskalation setzte, erklärt sie so: "Ihr kennt meine Einstellung und meine Prinzipien. Dafür zu kämpfen ist nicht immer einfach. Ebenso ist es nicht einfach Kompromisse einzugehen. Wenn man dies aber nicht tut, kommt man irgendwann an einen Punkt, wo es nicht mehr weiter geht... Es braucht oft einen Tsunami, bis wirklich etwas passiert – bzw. bis man etwas bewegen kann. Ziel war es, eine Lösung für mein sportliches Umfeld zu finden und nicht irgendeinen Kampf zu gewinnen oder zu verlieren".

Schließlich wisse sie, dass ihre "Leidenschaft zum Skisport siegte" und gleichermaßen auch ihr "Wunsch zur bestmöglichen sportlichen Betreuung." Sie schloss ihr Posting mit den Hashtags #whatdoesnotkillyoumakesyoustronger und #keeponfighting.

Fenninger ist nach der am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien von Schröcksnadel verkündeten Einigung weiter Teil des ÖSV-Teams. Ihren deutschen Manager Klaus Kärcher allerdings akzeptiert der ÖSV künftig lediglich als Berater.

Der Streit war am Dienstag neuerlich eskaliert, nachdem eine mittlerweile gestoppte Werbekampagne von Mercedes mit Laureus-Konnex und der Salzburgerin gestartet worden war und damit für Unverständnis bei ÖSV-Partner Audi sorgte. In einer Art Abrechnung mit dem ÖSV via Facebook machte Fenninger ihrem Ärger Luft. Für diesen Social-Media-Eintrag erhielt sie bisher rund 112.000 Likes. (honz, 20.6.2015)

  • Anna Fenninger kann sich künftig wieder verstärkt auf die Ausübung ihres Sports konzentrieren.
    foto: apa/ techt

    Anna Fenninger kann sich künftig wieder verstärkt auf die Ausübung ihres Sports konzentrieren.

Share if you care.