"Marsch für die Familie" opponiert auch heuer Regenbogenparade

19. Juni 2015, 12:05
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Unterstützung vom ehemaligen Pegida-Sprecher Nagel und ÖVP-Abgeordnetem Marcus Franz

Wien – Während die Wiener Regenbogenparade am Samstag einmal "andersrum", also gegen die Fahrtrichtung, um den Ring ziehen wird, ist der Stephansplatz heuer erneut Schauplatz für den "Marsch für die Familie". Ab 15.00 Uhr wird für "die klassische Ehe und Familie" demonstriert. Unterstützung gibt es heuer vom ehemaligen Pegida-Sprecher Georg Immanuel Nagel und dem ÖVP-Abgeordneten Marcus Franz.

Der Marsch wird vom christlichen Verein "Pro Vita" organisiert, laut Einladung soll dort auch "gegen Gender-Mainstreaming und die geplante Frühsexualisierung von Kindern" protestiert werden. Als Redner sind neben Marcus Franz auch die FPÖ-Abgeordnete Carmen Schimanek und die ÖVP-Mandatarin Gabriele Tamandl gelistet. Letztere wird jedoch nicht teilnehmen, wie es aus dem Büro der Abgeordneten hieß. Ex-Team-Stronach-Abgeordneter Franz bestätigte seine Teilnahme hingegen am Donnerstag. Unterstützt wird die Veranstaltung in diesem Jahr auch von Georg Immanuel Nagel und der von ihm gegründeten "Aktionsgruppe gegen Dekadenz und Werteverfall", deren Protest gegen den Eurovisions Song Contest zuletzt aufgrund des schlechten Wetters abgesagt wurde.

Auch die Gegenseite hat sich bereits gerüstet: Die Autonome Antifa ruft für Samstag, 14.00 Uhr, zu einer Gegendemonstration unter dem Titel "'Marsch für die Familie' verhindern!" am Stephansplatz auf. Im vergangenen Jahr war es dabei teils zu Zusammenstößen zwischen den beiden Parteien sowie der Polizei gekommen. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen – die grüne Abgeordnete Sigrid Maurer klagte nach der Demo über eine brutale Identitätsfeststellung. (APA, 19.6.2015)

  • Menschen gehen auf die Straße. Grund für ÖVP-, FPÖ- und Ex-Pegida-Funktionäre, um ihrerseits gegen "Frühsexualisierung" und "Dekadenz" aufzutreten.
    foto: heribert corn

    Menschen gehen auf die Straße. Grund für ÖVP-, FPÖ- und Ex-Pegida-Funktionäre, um ihrerseits gegen "Frühsexualisierung" und "Dekadenz" aufzutreten.

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