Ages warnt vor Bakterien im Freibad

19. Juni 2015, 11:05
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Das Wasser im Becken stellt normalerweise keine Gefahr dar. Liegen und Fußpilzduschen sind aber regelrechte "Bakterienreservoirs"

Im Schwimmbad kann man sich Infektionen einfangen, warnt die österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages). Das Beckenwasser enthält zwar eine gesetzlich vorgeschriebene Chlorkonzentration und stellt normalerweise keine Gefahr dar – andere Bereiche aber sehr wohl.

Liegen und Duschen

Überall wo es warm und feucht ist können sich Bakterien und Pilzen rasch vermehren – und können womöglich Infektionen auslösen. So etwa bei Duschen, aber auch auf Badeliegen: "Bei Liegen und Sitzgelegenheiten hängt es davon ab, aus welchem Material sie bestehen. Problematisch ist es, wenn sich Lacken bilden und sie nie so richtig trocken werden", sagt Infektiologe Günther Wewelka von der Ages.

Eine weitere Keimfalle sind die Fußpilzduschen in den Schwimmbädern. "Man sollte sich in Schwimmbädern nie die Füße unter den Anti-Pilzduschen absprühen. Die sind das Superreservoir für Bakterien und Pilze" sagt die Münchener Dermatologin Sabine Zenker. Dem pflichtet auch Wewelka bei: "Es wurde nicht wirklich bewiesen, dass die Desinfektionsmittel in diesen Fußpilzduschenetwas helfen."

Eine weitere Bakterien-Brutstätte können die Filteranlagen im Becken werden – dort nisten sich vor allem Legionellen ein. "Erschreckend ist, dass diese Keime, in Warmsprudelbecken direkt eingeatmet werden können. Schlimmstenfalls können sie zu einer Lungenentzündung führen", sagt Wewelka. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, da ihr Immunsystem nicht mehr so leicht damit fertig wird. (red, 19.6.2015)

  • Im Wasser sind Bakterien normalerweise kein Problem, bei Duschen, Liegen und Sesseln können sie das aber schon sein, warnt die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit.
    foto: julian stratenschulte/dpa

    Im Wasser sind Bakterien normalerweise kein Problem, bei Duschen, Liegen und Sesseln können sie das aber schon sein, warnt die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit.

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