Swiss-Chef optimistisch über AUA-Ergebnis

19. Juni 2015, 11:22
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Bombardiers C-Series-Maschinen wären auch für die AUA interessant gewesen, sagt Harry Hohmeister. Die Flottenpolitik im Lufthansa-Konzern entschied aber für Embraer

Zürich/Wien – "Die neuen C-Series-Maschinen, die die Swiss ab 2016 im Einsatz haben wird, wären auch für die AUA interessant gewesen", sagt Swiss-Chef und AUA-Aufsichtsratspräsident Harry Hohmeister im Gespräch mit dem STANDARD. Allerdings gebe es in der der Lufthansa eine gemeinsame Flottenpolitik, und da wurde entschieden, dass die Embraer-Maschinen, die aktuell bei der Lufthansa in Einsatz sind, besser für die AUA geeignet seien. Nicht zuletzt deshalb, weil die Embraers mit 120 Sitzen kleiner sind als die C-Series des kanadischen Herstellers Bombardier mit 125 bis 145 Sitzen. Wie berichtet bekommt die AUA anstatt der spritschluckenden Fokker noch heuer Embraer-Maschinen.

Auf die Frage, ob die AUA heuer trotz der weltpolitischen Krisen und der schwachen Wirtschaft ein positives Ergebnis erzielen wird, wiegt Hohmeister den Kopf lange hin und her, ohne etwas zu sagen, dann aber meinte er: "Wir sind optimistisch." Die AUA hat 2014 zum zweiten Mal in Folge einen Gewinn ausgewiesen – auch wenn er mit zehn Millionen Euro minimal ausfiel.

Embraer ab Jänner für AUA im Einsatz

Der erste von insgesamt 17 Embraer-Jets wird bereits im August überstellt, auf AUA-Standards umgebaut und zu Trainingszwecken verwendet, sagt Hohmeister. Im Herbst starte die Umschulung für knapp 200 Piloten, für Jänner sei der erste kommerzielle Flug geplant.

Laut Swiss ist der C-Series 100 das ökologischste Flugzeug seiner Klasse. Er verbraucht rund ein Viertel weniger Treibstoff als die aktuellen Avro-Jumolinos, die er ersetzt. Die Sitze sind aus Schweizer Leder, die Fenster und die Ablagefächer sind größer. (Claudia Ruff, 19.6.2015)

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