Wie man eine Giftschlange operiert – und ihr die Fäden zieht

20. Juni 2015, 13:00
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Die medizinische Behandlung einer verletzten, aber nicht minder tödlichen Schlange verlangt einiges an Besonnenheit

Australische Kupferköpfe (Austrelaps) aus der Familie der Giftnattern fressen alles, was sie erwischen, überwältigen und schlucken können. Auf Menschen trifft Letzteres zwar nicht zu, das macht ein Zusammentreffen mit diesen Tieren trotzdem nicht unbedingt erfreulich.

Ihr Gift enthält neben Neurotoxinen auch gewebe- und blutzersetzende Inhaltsstoffe und führt ohne rasche Behandlung mit einem Antiserum zum Tod. Aber was tun, wenn eine solche Schlange Hilfe braucht?

Im Karingal Veterinary Hospital im australischen Bundesstaat Victoria zögerte man nicht lange, als ein besorgter Schlangenfreund einen verletzten Kupferkopf einlieferte, und nähte die Wunde des verletzten Tieres kurzerhand.

Wie man sich eine solche Operation (man kann getrost von verschärften Bedingungen sprechen) und das einige Tage später erfolgte Fädenziehen vorstellen kann, wurde zum Glück auf Video festgehalten. Doch Achtung, Herpeto- und Hämatophobiker: die Filme sind gleich doppelt nichts für schwache Nerven!

--> The Washington Post: Here’s how to remove stitches from a deadly, angry copperhead without dying

(dare, 20.6.2015)

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