Expo: 500.000 Besucher im Österreich-Pavillon in Mailand

19. Juni 2015, 07:00
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Lob für Österreichbeitrag

Promenieren zwischen Glockenblumen, Dotterblumen und Klee: nicht etwa auf einer Wiese, sondern bei einem Besuch im Österreich-Pavillon bei der Weltausstellung Expo in Mailand. Die grüne Oase mit dem Slogan "Breathe Austria", Österreich einatmen, macht Furore. Die auflagenstarke Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" ernannte den Österreichbeitrag zum zweitoriginellsten Pavillon – nach der Vatikan-Halle. Die Mundpropaganda tat das ihre dazu: Am Donnerstag wurde der 500.000. Besucher im Breathe-Austria-Pavillon gezählt.

Am 26. Juni wird groß der Österreich-Tag zelebriert. Präsident Heinz Fischer wird die Expo besuchen. Ein Wirtschaftsforum in der Mailänder Triennale soll Impulse für den bilateralen Handel mit einem Volumen von acht Milliarden Euro geben. Eine Designausstellung österreichischer Künstler soll die Besucher davon überzeugen, dass sich nicht nur Mailänder auf Design verstehen.

Philharmoniker spielen auf

Ein Konzert der Wiener Philharmoniker in der Scala ist die Krönung der Veranstaltung. Einen Tag zuvor wirbt Salzburg mit einem Mozart-Konzert für das Land auf der Expo, und Mailands Straßenbahnen sind bereits mit der Tirol-Werbung dekoriert.

Der Leiter der Österreich Werbung in Mailand, Michael Strasser, erwartet, dass die Expo auch eine positive "Nachzeitwirkung" auf Italiens Tourismus in Österreich haben werde. Er rechnet im Zeitraum 2015 bis 2018 mit rund 70.000 Nächtigungen mehr pro Jahr. Bereits in den ersten drei Monaten sind mit 300.000 Italienern vier Prozent mehr Touristen nach Österreich gekommen als im Vorjahresvergleich.

Die Expo erweist sich für Österreich, anderthalb Monate nach ihrer Eröffnung am 1. Mai, als voller Erfolg. Nicht nur, weil die Idee, einen Wald und Gebüsche in der Halle zu pflanzen und mit guter Luft zu werben, so gut ankommt. Während auf der Expo häufig Temperaturen von 31 Grad und mehr herrschen, sind es im Österreich-Wald mindestens drei Grad weniger. Luft, Klima und Atmosphäre verbinden die gesamte Erde. Sie sind Voraussetzung für Lebensmittel, Energieproduzent. Insofern wird der österreichische Beitrag "Breathe Austria" dem Thema der Expo, den Planeten zu ernähren, voll gerecht.

Auf Holz gebaut

Die Expo stimuliert auch den bilateralen Handel. Denn Holz ist hier ein großes Thema. 23 Pavillons wurden aus Holz gebaut. Laut Schätzungen entfallen rund ein Drittel davon auf österreichische Lieferungen. Die China-Ausstellungshalle, ganz aus Holz, ist "Made in Austria". Holz als Baumaterial wird in Italien zunehmend attraktiv. "In Mailand werden sogar Sozialwohnungen aus Holz gebaut", heißt es beim Fachverband Federlegno. Und auch Pro Holz sieht hier ein günstiges Wachstumspotenzial für österreichische Holzlieferungen. (Thesy Kness-Bastaroli aus Mailand, 19.6.2015)

  • Der Bundespräsident schaut am 26. Juni vorbei
    foto: ap/zak

    Der Bundespräsident schaut am 26. Juni vorbei

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