Swiss fliegt bald mit Bombardier-C-Series

18. Juni 2015, 15:29
40 Postings

Die Schweizer Airline ist weltweiter Erstkunde, Flotte wird mit spritsparenden Jets verjüngt

Ab der ersten Jahreshälfte 2016 beginnt die Swiss im europäischen Streckennetz mit der Einflottung der brandneuen C-Series vom Bombardier. Als weltweiter Erstkunde wird die Swiss mit den modernen Kurz- und Mittelflugzeugen (30 sind bestellt) schrittweise die ursprünglich 20 Avro RJ100 ersetzen. Bereits 2009 hatte die Lufthansa die Bestellung der 30 Bombardier Flugzeuge des Typs C-Series für Swiss unterzeichnet. Dabei wurde damals vereinbart, dass bis zu 20 dieser CS100-Bestellungen in das größere Modell CS300 umgewandelt werden können. Von dieser Option macht die Swiss nun Gebrauch.

Die Bestellung war ein etwas holpriger Start. Immer wieder musste die Swiss das Einsatzdatum der neuen Bombardier-C-Series-Flieger verschieben. Die neuen Flieger sind gemeinsam mit Boings 777-Langstreckenjets der Kern der Verjüngungskur der Swiss. Heute hat die Flotte ein Durchschnittsalter von 16,4 Jahren, 2017 sollen es dann 9,2 Jahre sein. "Wir haben dann eine der modernsten Flotten Europas", so Swiss-Chef und AUA-Aufsichtsratschef Harry Hohmeister.

AUA wollte auch

Auch die AUA überlegte zehn dieser C-Series-Flieger zu bestellen. Doch statt die 21 alten Fokker-70 und Fokker-100 mit dem neuen spritsparenden kanadischen Flugzeug abzulösen, setzte die AUA auf 17 Embraer. Die stammen von der Lufthansa Regionaltochter Cityline und sind ab sofort verfügbar. Das ermöglicht eine rasche Umflottung noch in diesem Jahr. Die AUA hätte anderenfalls noch länger mit dem spritschluckenden Fokker weiterfliegen müssen. Für Hohmeister ist der neue

Flieger – ein Testflugzeug stand am Donnerstag in Zürich "die schönste Lady, die ich je in dem Hangar gesehen habe". Ernst Stocker, Regierungschef vom Kanton Zürich betonte, dass die neuen Flieger sehr wichtig für die Schweiz sind, weil Zürich einen gut funktionierenden Hub mit vielen internationalen Verbindungen und Transitpassagieren braucht. Stocker brachte einen Vergleich: An einem durchschnittlichen Junitag hat Barcelona zwölf, Berlin vier, Hamburg zwei, aber Zürich 35 Interkontinentalverbindungen. "Wir brauchen die Anbindung zur Welt". (Claudia Ruff aus Zürich, 18.6.2015)

  • Vielbestaunte Europapremiere auf dem  Züricher Flughafen für den neuen Bombardier CS100 mit 125 Sitzen. Das  größere Modell CS300 ist mit 145 Passagiersesseln bestückt
    foto: reuters/arnd wiegmann

    Vielbestaunte Europapremiere auf dem Züricher Flughafen für den neuen Bombardier CS100 mit 125 Sitzen. Das größere Modell CS300 ist mit 145 Passagiersesseln bestückt

Share if you care.