Stiftung Warentest über Apple Watch: "Spielzeug für Technikfans"

20. Juni 2015, 09:48
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Fazit der Tester: Viel Geld für wenig Mehrwert

Stiftung Warentest hat die neue Apple Watch unter die Lupe genommen. Das Fazit der Konsumentenschützer: Viel Geld für wenig Mehrwert. Sie ist ein nettes Spielzeug für Technikfans, die Nachrichten sofort haben wollen. Für die breite Masse kann die Uhr zu wenig und ist zu teuer, außerdem ist sie ohne iPhone fast unbrauchbar.

Gesalzene Preise

Zwischen 400 und 18.000 Euro kosten die Uhrenmodelle Apple Watch, Apple Watch Sport und Apple Watch Edition – je nach Größe, Gehäuse- und Armbandmaterial. Die Technik darunter ist laut Apple bei allen Modellen dieselbe. Teure Premiummodelle blieben im Test außen vor. Die Tester prüften die Apple Watch und die Apple Watch Sport in jeweils zwei Größen. Mit den kleinen Displays will Apple auch Frauen ansprechen.

Nicht intuitiv

Anders als andere Apple-Geräte funktioniert die Watch nicht intuitiv, sondern muss mit einer drehbaren Krone, einer Taste und einem Touchscreen bedient werden. Die Uhrzeit wird nur mit kurzer Verzögerung angezeigt und verschwindet nach knappen sechs Sekunden automatisch. Der Akku der kleineren Apple Watch hielt lediglich 18 Stunden durch, das der größeren 19 Stunden. Allein kann die Apple Watch fast nichts. Ihr fehlt neben GPS vor allem die eigene Mobilfunkanbindung. Mit Hilfe eines iPhones lassen sich Mails und Kurznachrichten empfangen, aber nicht mit einer virtuellen Tastatur beantworten.

Viele Fitness-Messwerte waren ohne das iPhone ungenau, dafür ist mehr Verlass auf den Pulsmesser. Blindes Navigieren klappt hingegen mit der Apple Watch nicht.

Österreichische Fans müssen warten

Derzeit verkauft Apple seine Watch in einigen Ländern. Darunter die USA und Deutschland. Wann seine Uhr auch in Österreich angeboten wird, ist unklar. (red, 20.6. 2015)

  • Die Apple-Watch
    foto: apa

    Die Apple-Watch

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