Video-Installation in Wien widmet sich umstrittener FPÖ-Demo

18. Juni 2015, 15:10
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Installation von Ruth Beckermann am Albertinaplatz wird für 24 Stunden geändert

Wien – Eine "Videointervention" vor der Wiener Albertina widmet sich einen Tag lang der Kundgebung der Wiener FPÖ gegen das Asylquartier in Wien-Erdberg Anfang Juni. Eine derzeit an Alfred Hrdlickas Mahnmal gegen Krieg und Faschismus angebrachte Installation von Ruth Beckermann auf dem Albertinaplatz wird entsprechend adaptiert, teilte der Republikanische Club am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Die Beckermann-Installation vor der Albertina erinnert an die Erniedrigung der Juden nach dem "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland. Historische Filmaufnahmen, die straßenwaschende Juden zeigen, werden dabei in Endlosschleife gezeigt. Nun wird die Bespielung kurzfristig geändert. Zu sehen sind ab 21.00 Uhr insgesamt 24 Stunden lang Aufnahmen von der Ankunft von Flüchtlingen bzw. der begleitenden Kundgebung der FPÖ-Landstraße.

Die Aktion läuft unter dem Titel "Deja-vu". Es gebe wieder Wiener, die Vertriebene neuerlich zu Verfolgten machen würden, wurde in der Aussendung gewarnt. Es sei unerträglich, "welches Ausmaß und welche Brutalität die Hetze gegen Flüchtlingen bereits erreicht habe", hieß es. Die Initiatoren Isolde Charim und Max Koch werden am Abend am Platz für Fragen zur Verfügung stehen. (APA, 18.6.2015)

  • Die Videoinstallation auf dem Albertinaplatz wird sich 24 Stunden lang einer umstrittenen FPÖ-Demo widmen.
    foto: robert newald

    Die Videoinstallation auf dem Albertinaplatz wird sich 24 Stunden lang einer umstrittenen FPÖ-Demo widmen.

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