BBC testet Gedankensteuerung für SmartTVs

20. Juni 2015, 10:11
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Könnte Alternative für körperlich beeinträchtigte Seher werden

Die britische Rundfunkanstalt BBC wagt sich in neue Gefilde vor und will ergründen, wie Seher in Zukunft ihren Fernseher steuern werden. Beim neuesten Projekt setzt man dabei auf Gedankensteuerung, die man mit dem eigenen iPlayer koppelt.

Günstiges Headset mit zwei Sensoren

Die Vorarbeit für das Unterfangen hat das Londoner Unternehmen This Place mit seinem Projekt "MindRDR" geleistet. Bei diesem wird ein günstiges Headset, das über zwei Sensoren die Hirnströme (EEG) des Trägers liest, zum Einsatz gebracht, um auf die Fernsteuerung verzichten zu können.

Das Gerät kann zwischen zwei Grundzuständen unterscheiden: "Konzentration" und "Meditation". Je nach aktuellem Menü sollen über fokussiertes Denken verschiedene Befehle übermittelt werden können – etwa das Starten einer App oder das Umschalten zu einem der fünf Programme des BBC iPlayers. Feedback über die bevorstehende Auslösung einer Aktion wird über einen sich füllenden, pinken Ladestreifen am linken Rand des Bildschirms gegeben.

Alternative für körperlich beeinträchtigte Seher

Die BBC will das Potenzial dieser Steuerungsmethode weiter erforschen. Primär geht es derzeit allerdings nicht um den Durschschnittszuseher, sondern darum, körperlich eingeschränkten Menschen die Verwendung ihres SmartTVs zu erleichtern. (gpi, 20.06.2015)

  • Gedankensteuerung könnte es motorisch eingeschränkten Menschen in Zukunft ermöglichen, ihre Smart-TVs einfacher zu benutzen.
    foto: this place

    Gedankensteuerung könnte es motorisch eingeschränkten Menschen in Zukunft ermöglichen, ihre Smart-TVs einfacher zu benutzen.

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