Verspätete Abschaffung der Roaming-Gebühren kostet Millionen

18. Juni 2015, 13:39
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Tarifvergleichsportal durchblicker.at errechnete Kosten mit mindestens 50 Mio. Euro im Jahr

Die verspätete Abschaffung der Roaming-Gebühren in der EU kostet die Österreicher Millionen. Das Tarifvergleichsportal durchblicker.at schätzt die Kosten dafür auf mindestens 50 Mio. Euro im Jahr – bei der Annahme, dass man einmal im Jahr verreist und dabei je 50 Minuten aktiv und passiv telefoniert, 20 SMS versendet und 50 MB Daten verbraucht.

Seit Jahren gedeckelt

In der EU sind die Roaming-Tarife seit Jahren gedeckelt. Nach früheren Plänen des EU-Parlaments hätten Roaming-Gebühren 2015 komplett abgeschafft werden sollen. Es gibt aber Bedenken einiger EU-Staaten, darunter auch Österreich. Infrastrukturminister Alois Stöger (SPÖ) sprach sich vor kurzem zwar für eine Abschaffung aus, doch dürfe dies "nicht auf Kosten aller" gehen. Die Belastungen bei einem Wegfall dürften nicht auf die Mehrheit der Konsumenten abgewälzt werden. Nun sollen Roaming-Gebühren innerhalb der nächsten drei Jahre abgeschafft werden.

Vergleich

durchblicker.at rät, Roaming-Tarife genau zu vergleichen, da diese sehr undurchschaubar seien. Außerdem müsse man bedenken, dass bei Reisen in Länder außerhalb der EU andere Tarife gelten. Für die Datennutzung empfehlen sich WLAN oder lokale Wertkarten. (APA, 18.6. 2015)

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