Preisabsprache: Deutsche Lebensmittelfirmen vor Millionenstrafe

18. Juni 2015, 08:32
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Höhe der Bußgelder könnte insgesamt bei 150 Millionen Euro liegen

Bonn – Das deutsche Bundeskartellamt hat hohe Bußgelder gegen Lebensmittelkonzerne und Markenartikel-Hersteller wegen unerlaubter Preisabsprachen verhängt. Nach dpa-Informationen wird gegen große Lebensmittelketten und Produzenten etwa von Kaffee, Tiernahrung, Süßwaren und Bier ermittelt. Die Gesamthöhe der Bußgelder soll insgesamt rund 150 Mio. Euro betragen.

Näheres will das Bundeskartellamt am Donnerstag in einer Mitteilung bekanntgeben.

Die neue Serie von Bußgeldern geht auf Durchsuchungen aus dem Jahr 2010 zurück. Dabei waren 15 Lebensmittel- und Drogerieketten sowie Unternehmen für Tierbedarf und Markenartikel-Produzenten durchsucht worden. Ein Großteil dieser Verfahren ist jetzt abgeschlossen. Teils habe es auch einvernehmliche Regelungen mit den betroffenen Unternehmen gegeben.

In dem Verfahren geht es um sogenannte Vertikal-Absprachen zwischen Produzenten und Handelsketten, die genauso verboten sind wie Absprachen von Ketten oder Herstellern untereinander. Das deutsche Bundeskartellamt hat den Lebensmitteleinzelhandel ohnehin stark im Visier. Die Wettbewerbshüter sind besorgt über die starke Konzentration in der Branche, in der laut Kartellamt die "großen Vier" Aldi, Lidl, Edeka und Rewe 85 Prozent des Absatzes kontrollieren. (APA, 18.6.2015)

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