Satellitendaten zeigen überstrapazierte Grundwasservorräte

17. Juni 2015, 14:34
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Weiterhin Unklarheit, wie groß die weltweiten Wasserreserven überhaupt sind

Washington - Die Grundwasservorräte der Welt werden durch das Verhalten der Menschheit "gestresst". Das ist die Erkenntnis aus zwei US-Studien, die in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift "Water Resources Research" erscheinen und am Dienstag online veröffentlicht wurden.

Mit Hilfe der Zwillingssatelliten "Grace" der US-Weltraumbehörde NASA konnten Forscher der Universität von Kalifornien Gravitationsmessungen vornehmen. Die Daten ergaben, dass gut ein Drittel der 37 großen Grundwasserleiter der Welt über Gebühr durch den menschlichen Umgang mit den Süßwasservorräten strapaziert werden. Grundwasserleiter, auch Aquifere genannt, sind Gesteinskörper mit Hohlräumen, durch die Grundwasser geleitet wird.

Unklar bleibt, wie groß die Reserven sind

Die Studien zeigen, dass acht Aquifere bereits "überstrapaziert" sind, fünf sind "hochgradig gestresst". Besonders dramatisch ist die Lage am Arabischen Aquifer und im Indus-Becken, also im nordwestlichen Indien und in Pakistan.

Es liegen jedoch weiter keine zuverlässigen Angaben zum Volumen der Wassermengen in den 37 Aquiferen vor, die für die Wasserversorgung auf der Erde von zentraler Bedeutung sind. "Da wir die Grundwasserreserven der Welt rasch verbrauchen, benötigen wir eine weltumspannende Gemeinschaftsleistung, um die Restmenge zu bestimmen", erklärte der Forscher Jay Famiglietti. (APA/red, 17.6. 2015)

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