Online-News: Kaum Zahlungsbereitschaft

17. Juni 2015, 12:07
6 Postings

Die Bereitschaft, für Online-Nachrichten zu bezahlen, bleibt gering. 75 Prozent der Briten würden prinzipiell nicht zahlen

Wien – Rund 14 Prozent der finnischen Bevölkerung haben im vergangenen Jahr für den Online-Nachrichtenkonsum bezahlt – womit die Finnen an der Spitze des "Reuters Digital News Report" liegen. Reuters hat die Mediennutzung in zwölf Industriestaaten untersucht – mit dem Ergebnis, dass das Bezahlen für Inhalte noch immer die Ausnahme ist.

reuters

Abos am verbreitetsten

Bei den Bezahlmodellen liegen Abonnements klar vor Einzelzahlungen: Einzig in Irland, Italien und Spanien, liegen die Abos zurück. In Spanien ist die Bezahlbereitschaft generell etwas höher als in den anderen Ländern: 41 Prozent würden für Nachrichten bezahlen. Konkret können sich 18 Prozent der Spanier vorstellen, um die 30 Euro pro Jahr auszugeben und immerhin drei Prozent wären bereit 120 Euro pro Jahr zu bezahlen. Im Durchschnitt, Zahlungsverweigerer eingerechnet, würde jeder Spanier so pro Jahr zehn Euro für Online-Inhalte zu bezahlen.

Zum Vergleich: In Australien liegt dieser Wert bei sieben Euro und in Großbritannien gar nur bei rund sechs Euro. Die Briten sind generell wenig zahlungsaffin - nur sechs Prozent haben im abgelaufenen Jahr Bezahlinhalte konsumiert. In Deutschland und Irland sieht es nicht besser aus - je sieben Prozent der Bevölkerung konsumierten kostenpflichtig. (ahab, 17.6.2015)

  • Artikelbild
    reuters
Share if you care.