Arbeiten im Ausland: Wo es am teuersten ist

17. Juni 2015, 11:26
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Von Angola bis Kirgisistan: Die Berater von Mercer haben erhoben, wo Auslandsentsendungen für Unternehmen am teuersten sind

Zum bereits dritten Mal in Folge ist die angolanische Hauptstadt Luanda die weltweit teuerste Stadt für Auslandsentsendungen. Insbesondere die Kosten für importierte Waren sowie sicherenund angemessenen Wohnraum sind in der ansonsten eher günstigen Stadt enorm.Auf Platz zwei und drei folgen Hongkong und Zürich.

Wien ist als einzige österreichische Stadt im Ranking auf Platz 56 vertreten. Dies sind Ergebnisse der alljährlich vom internationalen Beratungsunternehmen Mercer durchgeführten weltweiten Vergleichsstudie zur Bewertung der Lebenshaltungskosten für ins Ausland entsandte Mitarbeiter in 207 Großstädten.

Die gerade in letzter Zeit aufgetretenen Währungsschwankungen infolge ökonomischer und politischer Unruhen, instabile Immobilienmärkte und Inflation auf Waren und Dienstleistungen verteuern Auslandsentsendungen zunehmend. Unternehmen benötigen deshalb verlässliche und genaue Daten zu den damit verbundenen Kosten.

Entsendungen bleiben großes Thema

"Vor dem Hintergrund der immer weiter voranschreitenden Globalisierung der Weltwirtschaft sind Auslandsentsendungen aber weiterhin ein entscheidender Faktor, um wettbewerbsfähig zu sein und dabei auch die besten Talente zu gewinnen und zu halten. Daher erwarten auch fast 75 Prozent der international tätigen Unternehmen, dass die Zahl der langfristigen Auslandsentsendungen in den nächsten zwei Jahren stabil bleibt oder sogar zunimmt", so Ilya Bonic, Senior Partner und Präsident des Talent-Bereichs von Mercer.

Mit Zürich (3), Genf (5) und Bern (9) zählen gleich drei Schweizer Städte zu den teuersten Zehn. Komplettiert werden die Top-Ten des Rankings von Hongkong (2), Singapur (4),Shanghai (6), Peking (7), Seoul (8) und N’Djamena (10). Die weltweit günstigste Stadt im Ranking ist Bischkek in Kirgisistan.

Bei westeuropäischen Städten zeigt sich infolge von Währungsverlusten gegenüber dem US-Dollar tendenziell ein Abstieg im Ranking. München (87) ist um 32 Plätze gefallen, Frankfurt (98) um 39 und Berlin (106) um 38 Plätze. Düsseldorf rutscht von 73 auf 114, Hamburg von 76 auf 124. Es folgen Stuttgart (139) und Nürnberg (169), die damit um 48 bzw. 40 Plätze fallen. Die günstigste deutsche Stadt Leipzig rutscht von Rang 141 auf 172.

Schwanken mit dem Währungsgefüge

"Trotz Preiserhöhungen vor Ort sind die meisten westeuropäischen Städte aufgrund des schwachen Euros im Ranking gefallen", kommentiert Juliane Gruethner, Expertin für Auslandsentsendungen bei Mercer. "Aber auch in anderen Ländern führten Währungseffektedazu, dass Städte weit im Ranking nach unten gerutscht sind. So sind beispielsweise Moskau(50) und St. Petersburg (152) um 41 bzw. 117 Plätze gefallen, da der Rubel, nicht zuletztaufgrund westlicher Sanktionen in Reaktion auf die Ukraine-Krise, stark an Wert verloren hat.Darüber hinaus sind auch die Ölpreise momentan recht niedrig."

Die alljährlich durchgeführte Studie hat 2015 die Preise für über 200 Produkte und Dienstleistungen,darunter zum Beispiel Kosten für die Unterkunft, öffentliche Verkehrsmittel sowieHaushaltswaren, Lebensmittel, Kleidung und Freizeitangebote in 207 Städten auf fünf Kontinentenmiteinander verglichen. Gerade für multinationale Unternehmen und Regierungen auf der ganzen Welt bieten die Studienergebnisse eine gute Grundlage für die Festlegung der Vergütungszulagen zum Ausgleich von Lebenshaltungskosten für entsandte Mitarbeiter. (red, 17.6.2015)

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    foto: mercer

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