115 Kündigungen bei Beschlägehersteller Maco

16. Juni 2015, 12:41
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Teil der bis zu 170 befürchteten Kündigungen konnte zumindest vorerst abgewendet werden

Salzburg – Nach langen Verhandlungen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat liegt nun für den krisengeschüttelten Salzburger Beschläge-Hersteller Maco ein Sozialplan vor. Von den ursprünglich bis zu 170 angekündigten Kündigungen werden im Juni 115 umgesetzt. Betroffen sind hauptsächlich Mitarbeiter im Bereich der Verwaltung, teilte das Unternehmen am Dienstag in einer Aussendung mit.

Ein Teil der befürchteten Kündigungen habe zum aktuellen Zeitpunkt durch natürliche Abgänge und durch den Abbau der Leiharbeitskräfte abgewendet werden können. "Wie weit dieser Abbau ausreichen wird, werden die kommenden Monate zeigen", sagte Geschäftsführer Herbert Roland Steiner. "Der Sozialplan sichert den Betroffenen zu, dass die Sozialleistungen genau geregelt sind. Wir setzen uns selbstverständlich dafür ein, jeden Arbeitsplatz zu erhalten, um mehr als 1.500 Arbeitsplätze in Salzburg, Mauterndorf und Trieben abzusichern."

Im Sozialplan sind laut Aussendung Faktoren wie Alter, Firmenzugehörigkeit, Anzahl der Kinder sowie allfällige sonstige soziale Härtefälle berücksichtigt. Für die drei österreichischen Produktionsstandorte werden Arbeitsstiftungen angeboten. "Wir gehen davon aus, dass der Schritt ausreicht, um die verschiedenen Standorte mit den verbleibenden Mitarbeitern gut abzusichern, und hoffen, dass nach der Restrukturierungsphase Ruhe in den Arbeitsprozessen einkehrt", sagte Betriebsrats-Vorsitzender Robert Müllner.

Hintergrund der Kündigungen sind Einbrüche der Auftragslage vor allem in den Märkten Russland, Ukraine, Italien und Frankreich als Folge der Wirtschaftskrise seit 2008. Probleme bereiten laut Unternehmensleitung auch Billig-Produkte aus Fernost und der Türkei. Maco will in Zukunft verstärkt in die neuen Märkte in China, Südamerika und Nordafrika investieren. (APA, 16.6.2015)

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