Roter Bau-Gewerkschafter ist für "vernünftige" Blaue offen

16. Juni 2015, 11:30
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Josef Muchitsch sagt vor FSG-Sitzung, er sei gegen die "grundsätzliche Ausgrenzung" der FPÖ

Wien - Die roten Gewerkschafter ringen um eine einheitliche Meinung zum Umgang mit der FPÖ. Nach den jüngsten Wahlen in Steiermark und Burgenland und der rotblauen Koalition im Burgenland will die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) ihre Haltung diskutieren. Sie traf am Dienstag zu einer Präsidiums- und Vorstandssitzung zusammen.

Davor ließ Bau-Gewerkschafter Josef Muchitsch aufhorchen. Der Bau-Gewerkschafter erklärte, er sei gegen die "grundsätzliche Ausgrenzung" einer Partei.

Der steirische Gewerkschafter will sich zwar vor den Sitzungen nicht festlegen und erst intern diskutieren. Allerdings sprach er sich gegen die "grundsätzliche Ausgrenzung" einer Partei, in diesem Fall der FPÖ aus. "Ich setze auf Gespräche und wenn mit Personen eine gute Politik machbar ist", gehe dies in Ordnung. "Wir leben in einer Demokratie. Das hängt von den handelnden Personen ab", so Muchitsch.

"Vernünftige" Blaue

Mit einer "rechtspopulistischen" Fraktion, wie es die FPÖ im Bund sei, "kann ich auch nicht". Wenn es aber "vernünftige Kräfte gibt, die sich von (FPÖ-Chef Heinz-Christian, Anm.) Strache abkoppeln", wie es in Salzburg geschehen sei, sei dies anders, meinte er.

Wolfgang Katzian, Vorsitzender der SP-Gewerkschafter, hatte in einem "Profil"-Interview jüngst erklärt, er wolle in der Konferenz um eine "klare Position gegen Rot-Blau" ringen. Er hält die Auseinandersetzung darüber in der SPÖ noch nicht für "ausgestanden". (APA, red, derStandard.at, 16.6.2015)

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