Was halten Sie vom Pucken?

Diskussion17. Juni 2015, 05:30
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Das enge Einwickeln von Säuglingen erlebt ein Revival

Unter Pucken versteht man eine spezielle Wickeltechnik, die bei Säuglingen angewendet wird. Dabei wird das Baby mit einer Wolldecke oder einem Tuch eng eingebunden. Ziel dieser Methode ist es, dem Säugling Grenzen für die Bewegung von Armen und Beinen zu setzen und das Kind an die Enge der Gebärmutter zu erinnern.

Pro und Kontra

Hebammen, Erzieher und andere Experten sind sich bezüglich der Art und Weise, der Festigkeit und der Dauer des Puckens nicht einig. Befürworter streichen die beruhigende Wirkung auf das Kind heraus, außerdem soll das Pucken schlaffördernd wirken. Weiters soll mittels Einwickelns der Übergang zwischen Gebärmutter und Welt sanfter gestaltet werden.

Gegner dieser Methode sehen das Pucken als eine Art Zwangsjacke, da sich das Kind nicht frei bewegen kann. Außerdem kann falsches Einwickeln – wenn das Beugen und Anwinkeln der Beine nicht möglich ist – zu einer Hüftdysplasie beitragen. Auch der fehlende direkte Kontakt zur Mutter wird als Nachteil erachtet.

Wie ist Ihre Einstellung zum Pucken?

Wird Ihr Kind gepuckt und warum? Oder sind Sie erklärter Gegner des Puckens? Aus welchen Gründen? Wo sind Sie mit diesem Thema in Berührung gekommen? (kub, 17.6.2015)

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  • Pucken: wohltuend oder wie gefesselt.
    foto: reuters/kim kyung-hoon

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