Polizei vertreibt Flüchtlinge an italienisch-französischer Grenze

Ansichtssache16. Juni 2015, 12:01
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Migranten und Migrantinnen sitzen seit Tagen auf den Bahnhöfen in Rom und Mailand fest und suchen wegen der neu eingeführten Grenzkontrollen nach Wegen, um nach Frankreich und Deutschland zu gelangen. Normalerweise gibt es im Schengenraum keine Grenzkontrollen. Wegen des G7-Gipfels im bayerischen Elmau wurden aber wieder vorübergehend Kontrollen eingeführt. Hunderte Flüchtlinge kampierten in der ligurischen Grenzstadt Ventimiglia und drängten auf ihre Einreise nach Frankreich. Dienstagvormittag wurden die Flüchtlinge von der italienischen Polizei vertrieben.

Die Flüchtlinge, die meist aus dem Sudan und aus Eritrea stammen, mussten in einen Bus des Roten Kreuzes einsteigen und wurden zum Bahnhof von Ventimiglia gebracht, wie italienische Medien berichteten. Wer Widerstand leistete, wurde unter Zwang in den Bus gezerrt. Einige Migranten ergriffen vor den Sicherheitskräften die Flucht.

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi verlangte mehr Solidarität von den EU-Mitgliedsstaaten bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Europas Antwort auf diese "ernste Krise" sei bisher bei weitem nicht ausreichend, sagte der Regierungschef. Zuvor hatte Frankreich die Zurückweisung der Migranten verteidigt. "Italien muss sich um sie kümmern, das ist das europäische Recht", so der französische Innenminister Bernard Cazeneuve. (APA/red, 16.6.2015)

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