Brand in Treibstofflager bei Kiew: Feuerwehr beklagt fehlende Ausrüstung

16. Juni 2015, 10:18
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Feuer weitgehend gelöscht - Fünf Tote, 15 Verletzte und mehrere Festnahmen

Kiew - Mehr als eine Woche nach dem Ausbruch eines Großbrandes in einem Treibstofflager bei der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben die Einsatzkräfte das Feuer weitgehend gelöscht. Nur in den Überresten einer Zisterne mit 900 Kubikmetern Fassungsvermögen brenne weiter Benzin, teilte der Zivilschutz am Dienstag mit. Der Brandherd sei aber unter Kontrolle und werde beobachtet.

Aus intakt gebliebenen Tanks werde der Inhalt weiter in ein benachbartes Lager gepumpt. Bei den Löscharbeiten seien noch etwa 100 Helfer und 38 Fahrzeuge im Einsatz.

Mehrere Festnahmen

Das Feuer war am 8. Juni ausgebrochen. Bei der Katastrophe wurden fünf Menschen getötet und 15 verletzt. Mehrere leitende Angestellte des Betreibers der Anlage wurden wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften festgenommen. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Feuerwehrleute beklagten sich am Dienstag im Sender ICTV über fehlende Spezialkleidung, veraltete Ausrüstung und schlechte Versorgung. Umgerechnet etwas mehr als 100 Euro verdient ein Feuerwehrmann in der krisengeschüttelten Ex-Sowjetrepublik. (APA, 16.6.2015)

  • Der Großbrand in dem Treibstofflager hat fünf Menschen das Leben gekostet.
    foto: reuters/valentyn ogirenko

    Der Großbrand in dem Treibstofflager hat fünf Menschen das Leben gekostet.

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