Einfamilienhäuser: Preise legten 2014 zu

15. Juni 2015, 17:34
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Wien vor Tirol und Salzburg teuerstes Bundesland – Nur Kärnten und Salzburg waren 2014 billiger als 2013

10.039 Einfamilienhäuser wechselten im Jahr 2014 in Österreich den Besitzer. Exakt so viele Grundbuchtransaktionen habe es im Vorjahr in diesem Segment gegeben, berichtete Remax Austria am Montag in einer Aussendung – um 8,7 Prozent mehr als 2013. Die Daten beruhen auf der Kaufvertrags-Sammlung von IMMOunited.

"Ruhiger, konstanter Markt"

Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Haus (Medianwert; 50 Prozent darüber, 50 Prozent darunter) stieg um 3,4 Prozent auf 191.393 Euro. Der Gesamtwert der 2014 in Österreich gehandelten Einfamilienhäuser erreichte ein Volumen von 2,3 Milliarden Euro und legte damit um 12,6 Prozent zu.

Der Markt zeige "im Wesentlichen keine besonderen Auffälligkeiten", resümiert Remax-Austria-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer. "Im Großen und Ganzen entwickelt sich der Markt für Einfamilienhäuser in Österreich schon seit geraumer Zeit ziemlich ruhig und konstant. Dem derzeitigen Angebot steht weiterhin eine gute Nachfrage von Eigennutzern mit dem notwendigen Eigenkapital gegenüber, die im Vorjahr – wie man sieht – auch viel gekauft haben und zwar zu – von beiden Seiten betrachtet – durchaus vernünftigen Preisen."

Preise nach Bundesländern

Der mit Abstand wichtigste Markt für Einfamilienhäuser ist wert- und mengenmäßig Niederösterreich mit 2.564 verbücherten Häusern im Jahr 2014, um 1,6 Prozent mehr als im Jahr davor. Im Median kostete ein niederösterreichisches Einfamilienhaus 160.978 Euro und damit um 4,4 Prozent mehr als 2013. Niederösterreich ist allerdings auch das Bundesland mit der größten Bandbreite an Preisen. Ein Viertel der Einfamilienhäuser kostete hier 2014 weniger als 77.000 Euro, ein Viertel mehr als 235.000 Euro.

In Oberösterreich lag die Anzahl der verbücherten Einfamilienhäuser 2014 bei 1.764 (plus ein Prozent) und deren Gesamtwert bei 356 Millionen Euro. Der Medianpreis stieg um 4,8 Prozent auf 186.381 Euro.

In der Steiermark wechselten 2014 genau 2.006 Einfamilienhäuser (+9,6 Prozent) um den Gesamtpreis von 356 Millionen Euro die Besitzer. Der typische Preis lag bei 159.853 Euro (+1,8 Prozent).

In Tirol wurden 626 Einfamilienhäuser zu einem Gesamtvolumen von 318 Millionen Euro gehandelt. Der Durchschnittsverkaufspreis war hier mit 376.313 Euro der höchste außerhalb von Wien.

Eine Korrekturphase sieht Remax in Salzburg: Das Bundesland lag beim typischen Preis für Einfamilienhäuser mit 309.759 Euro gleich hinter Tirol auf dem zweiten Platz im Bundesländer-Ranking, der Durchschnittspreis fiel aber um 4,6 Prozent. Mit 523 Einfamilienhäusern im Gesamtwert von 180 Millionen Euro wurden 2014 aber um 9,6 Prozent mehr als 2013 verbüchert.

In Vorarlberg kostete im Jahr 2014 das typische Einfamilienhaus 286.756 Euro und damit um 0,7 Prozent mehr als noch 2013. Insgesamt 490 Einfamilienhäuser, um 13,2 Prozent mehr als 2013, wechselten um 147 Millionen Euro die Besitzer.

In Kärnten wurden im Vorjahr 995 Einfamilienhäuser verkauft, das waren um 15,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gesamtwert betrug 181 Millionen Euro, der typische Preis lag bei 157.348 Euro und damit um 2,1 Prozent niedriger als 2013.

Das Burgenland verzeichne geradezu einen "Einfamilienhaus-Hype", so Remax. 669 Einfamilienhäuser wurden hier 2014 verbüchert, um 26 Prozent mehr als zuvor. Im Schnitt kostete ein burgenländisches Einfamilienhaus 104.763 Euro, was eine Preisteigerung von 9,7 Prozent bedeutete. Das Burgenland ist gleichwohl immer noch mit großem Abstand das billigste Pflaster in diesem Segment.

In Wien wurden mit 402 Stück die wenigsten Einfamilienhäuser von allen Bundesländern verkauft, was aber ein Plus von 20 Prozent bei der Stückzahl bedeutete. Der Gesamtwert dieser Einfamilienhäuser lag bei 240 Millionen Euro, der typische Preis lag bei 426.197 Euro – um 2,5 Prozent über dem Niveau des Jahres 2013. (red, 15.6.2015)

  • In Niederösterreich weisen die Preise für Einfamilienhäuser die größte Bandbreite auf: Ein Viertel kostete 2014 weniger als 77.000 Euro, ein Viertel mehr als 235.000 Euro.
    foto: standard/putschögl

    In Niederösterreich weisen die Preise für Einfamilienhäuser die größte Bandbreite auf: Ein Viertel kostete 2014 weniger als 77.000 Euro, ein Viertel mehr als 235.000 Euro.

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