Zahlungsverzug macht nicht zwingend zahlungsunfähig

15. Juni 2015, 16:45
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Aber weitere Abwertung

Athen - Sollte Griechenland seinen Zahlungspflichten gegenüber der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht termingerecht nachkommen, bedeutet das für die Ratingagentur Standard & Poor (S&P) nicht automatisch eine Einstufung als zahlungsunfähig.

Die Agentur teilte am Montag mit, ihr Kriterium für die Bewertung von Staatsschulden-Papieren orientiere sich an der Möglichkeit und der Bereitschaft einer Regierung, ihren Verpflichtungen gegenüber kommerziellen Gläubigern nachzukommen - und als ein solcher gelte die EZB. Würden Zahlungspflichten nicht erfüllt, könnte dies zu einer Abwertung von Staatspapieren auf unterhalb der Note "CCC" führen. Der Agentur zufolge würde das für sich genommen aber nicht zwangsläufig die Einordnung als "teilweise zahlungsunfähig" (selective default) nach sich ziehen.

Die Bonitätsnote "CCC" ist eine der schlechtesten auf der S&P-Skala und warnt Investoren, dass nur bei einer sehr günstigen Entwicklung nicht mit Zahlungsausfällen zu rechnen ist. (APA/Reuters, 15.6.2015)

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