Mazedonische Tochter behindert Verkauf der slowenischen Telekom

15. Juni 2015, 14:51
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Britischer Finanzinvestor Cinven will zuerst geplantes Geschäft im Mazedonien geklärt haben

Der Verkauf der slowenischen Telekom an den britischen Finanzinvestor Cinven verzögert sich offenbar wegen ihrer Mazedonien-Tochter. Medienberichten zufolge will Cinven den Deal nicht durchziehen, solange die geplante Fusion der mazedonischen Töchter der Telekom Slovenije (One) und Telekom Austria (Vip Operator) nicht geklärt ist.

Die Verschmelzung von One und Vip Operator war bereits im Oktober 2014 vereinbart, bis heute wartet man aber auf die Genehmigung der mazedonischen Wettbewerbshüter. Die Telekom Austria wird das fusionierte Unternehmen mit 55 Prozent kontrollieren. Der Deal beinhaltet außerdem Call- und Put-Optionen für den Ausstieg der Telekom Slovenije. Mit dem Ausstieg, der von den Medien auf rund 100 Mio. Euro beziffert wird, rechnet der britische Private-Equity-Fonds offenbar fest.

Lösung

In einem Brief an den Verkäufer, die slowenische Staatsholding (SDH), hat Cinven laut Medienberichten am Wochenende betont, dass er bei seinem Offert von einem zugesicherten Ausstieg aus der mazedonischen Tochter ausgegangen war. Wegen Unsicherheiten um das Mazedonien-Geschäft fordern die Briten nun eine Lösung, um mögliche Risiken zwischen dem Käufer und dem Verkäufer zu verteilen.

Die SDH hatte die Forderung von Cinven vorerst nicht kommentiert. Man bereite eine Antwort vor, hieß es. Die Medien spekulieren, dass der Verkauf der slowenischen Telekom vorläufig auf Eis gelegt werden könnte, bis die Sache in Mazedonien geklärt wird. Die mazedonischen Behörden haben laut Medienberichten bis zum 9. Juli Zeit für eine Entscheidung über die geplante Fusion. (APA, 15.6. 2015)

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