Cameron will mehr britische Autos bauen

14. Juni 2015, 09:32
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Davies: Ziel sei, dass spätestens 2018 im Vereinigten Königreich wieder zwei Millionen Fahrzeuge produziert werden

London - Die britische Regierung will der schwächelnden Autoindustrie des Landes zu neuer Stärke verhelfen. Ziel sei es, dass spätestens 2018 im Vereinigten Königreich wieder zwei Millionen Fahrzeuge produziert werden, sagte der Vize-Chef der staatlichen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Lawrence Davies, der "Welt am Sonntag" laut Vorausbericht.

Nach Zahlen des britischen Branchenverbands SMMT liefen demnach im vergangenen Jahr auf der Insel knapp 1,6 Millionen Fahrzeuge vom Band - die meisten aus Fabriken des japanischen Nissan-Konzerns. "Es gibt viel zu tun, um Großbritannien wieder zu einer Auto-Nation zu machen. Aber wir können es schaffen."

Ausländische Autobauer sollten nun mit individuell zugeschnittenen "Investitionspaketen" angelockt werden, sagte Davies der Zeitung zufolge weiter. Zudem wollten die Briten ihre Fahrzeuge durch eine enge Vernetzung der Forschung mit Zulieferern und großen Autoherstellern schneller zur Serienreife bringen, als es Rivalen beispielsweise in Deutschland gelinge.

Davies verweist auch auf die Erholung der britischen Wirtschaft und des Automarkts: "Unsere Zulassungszahlen bei Neuwagen sind zwischen 2009 und 2014 um 24 Prozent gestiegen, in den anderen großen EU-Industrieländern dagegen deutlich eingebrochen." Die Binnennachfrage sei ein entscheidendes Kriterium für Investoren. (APA, 14.6.2015)

  • David Cameron will, dass in seinem Land wieder mehr Autos gebaut werden.
    foto: apa/campardo

    David Cameron will, dass in seinem Land wieder mehr Autos gebaut werden.

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