Nach sexistischem Scherz: Netz wehrt sich gegen Nobelpreisträger

    12. Juni 2015, 14:15
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    Biochemiker Tim Hunt hatte gemeint, Frauen im Labor sorgten nur für Ablenkung und Drama

    Er sei ein Chauvinisten-Schwein: Das sagt der britische Nobelpreisträger Tim Hunt von sich selbst, am University College London soll ihm dieser Ruf auch unter Studenten vorauseilen. Jetzt hat ihm ein schlechter Scherz allerdings den Job und zahlreiche Sympathien gekostet: Hunt erklärte bei einer Konferenz, dass es klüger wäre, jeweils einzelne Labors für weibliche und männliche Forscher zu errichten. Denn: "Drei Dinge passieren, wenn Frauen im Labor sind: Du verliebst dich in sie, sie verlieben sich in dich und wenn du sie kritisierst, fangen sie an zu heulen", so Hunt.

    "Sexy" Forscherinnen wehren sich

    Wie "sexy" Forscherinnen bei der Arbeit im Labor tatsächlich sind, zeigt nun eine Bewegung im Netz, die sich unter dem Hashtag #distracinglysexy über Hunts Äußerungen lustig macht. Dazu aufgerufen hat das feminstische Magazin TheVagenda.

    Entschuldigt

    Hunt hat sich für seine Stellungnahme mittlerweile entschuldigt, auch wenn er die Aussagen "schon so gemeint hätte". Es wäre aber "sehr dumm gewesen, das vor all diesen Journalisten" zu sagen. Hunt gab an, sich selbst unglücklich in eine Kollegin verliebt zu haben. Er hatte 2001 den Medizin-Nobelpreis für Krebsforschungen erhalten. (fsc, 12.6.2015)

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      Tim Hunt kann über seine Witze lachen, ein Großteil im Netz nimmt ihm die Äußerungen allerdings übel

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