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Von Hotels und Hypotheken

Userartikel15. Juni 2015, 00:00

Userin Cornelia Schneidmüller berichtet von der österreichischen Monopoly-Meisterschaft

Wie kommt man am besten nach Macau, China? Naheliegend wäre es, sein Sparschwein zu schlachten, die Cents zusammenzuzählen und einen Flug zu buchen. Das ist teuer und anstrengend. Man könnte aber auch einfach die Monopoly-Meisterschaft gewinnen und somit als Vertreter Österreichs zur Weltmeisterschaft in Macau geschickt werden.

Genau das haben 35 Männer und Frauen verschiedenen Alters in der Urania beim Schwedenplatz in Wien versucht. Sonntagmorgen in aller Früh, trotz der schon um die Uhrzeit störenden Hitze. Unter ihnen: zwei ehemalige und der amtierende österreichische Meister, der sich die Vorrunde ersparen durfte und erst im Semifinale einstieg. Organisiert wurde alles von der Firma Hasbro, unter der Leitung der Marketingmanagerin Eva Agfalterer.

Spannung kommt auf

Für das leibliche Wohl war in Form eines großen Frühstücksbuffets mehr als gesorgt, und so kam beinahe eine Kaffeehaus-Atmosphäre auf, während die Teilnehmer nach und nach eintrudelten beziehungsweise auch eingesammelt wurden ("Ich dachte, wir treffen uns draußen vor der Tür!").

Vor Beginn der ersten Vorrunde gab es vereinzelt Beschwerden über die Tischdecken auf den acht Spieltischen und ihren Einfluss auf die Würfel, und es mussten ein paar Leute umgesetzt werden, um fehlende Teilnehmer zu kompensieren. Aber nachdem alle zufriedengestellt waren, die Grundzüge der Regeln wiederholt und die Schiedsrichter vorgestellt wurden, kam zum ersten Mal Spannung auf.

Die Spieltaktik wird nicht verraten

Die beiden Vorrunden hatten eine Zeitbegrenzung von zwei Stunden, und nur die zwei Besten an jedem Tisch durften in die zweite Runde. Je nach erspieltem Vermögen und der Rangliste wurden Punkte vergeben und addiert, um in das Semifinale aufzusteigen.

Doch wissen die Spieler, was sie tun? Die meisten gaben zu, einfach draufloszuspielen. Natürlich, alle kennen das Spiel, wissen, welche Straßen am lukrativsten sind, haben mehr oder weniger Erfahrung. Die, die tatsächlich auch eine Taktik haben, hüllten sich jedoch auch nach mehrmaliger Nachfrage in diskretes Schweigen. Dass trotz jeder Taktik Glück und Handelsgeschick im Endeffekt das Wichtigste sind, da waren sich alle einig. Das ist wohl wie im richtigen Leben.

Hitzige Atmosphäre

Eigentlich blieb die freundliche und familiäre Grundstimmung vom Frühstück den ganzen Tag über erhalten, es wurde jedoch deutlich lauter und die Atmosphäre im Raum hitziger, wenn die Handelsgespräche und Versteigerungen begannen, und das trotz hochgradiger Klimatisierung. Einen ruhigeren Gegenpol bildeten die Ausgeschiedenen aus der ersten Vorrunde, die einen Spaßtisch neben den noch im Turnier Verbliebenen bildeten und einfach so spielten. Als einer von ihnen unter viel Gelächter aus Versehen das Spiel vom Tisch fegte, waren die meisten Teilnehmer so konzentriert, dass sie das nicht einmal bemerkten.

Der Sieger steht fest

Unterbrochen wurden die jeweiligen Runden von noch mehr Buffet. Andere Spieler in den Bankrott zu treiben macht hungrig. Während bei den Vorrunden noch alle ein wenig entspannter waren, merkte man im Semifinale, das nur noch aus zwei Tischen mit je vier oder fünf Spielern bestand, so richtig den Ernst der Lage.

Als am Ende das Geld gezählt wurde, zitterte dann doch die eine oder andere Hand.

Zwei Frauen und zwei Männer konnten sich durchsetzen und zogen ins Finale ein. Dieses war eigentlich ohne Zeitbegrenzung angesetzt, aber dennoch nicht lang: Nach ungefähr zehn Stunden in der Urania, vier Spielen, drei Buffets und zwei Stunden Finale konnte sich am Ende Bernhard Krenn aus Hieflau in der Steiermark durchsetzen. Er wird Anfang September nach Macau fliegen und Österreich vertreten. Falls er gewinnt, winken ihm 20.580 Dollar Preisgeld, so viel, wie im klassischen Monopoly enthalten ist, und natürlich der Titel des Monopoly-Weltmeisters. Wir drücken ihm die Daumen! (Cornelia Schneidmüller, 12.6.2015)

Cornelia Schneidmüller hat an einer Verlosung auf derStandard.at teilgenommen. Der Beitrag gibt die persönliche Meinung der Userin wieder.

  • Zahlreiche Spieler in der Vorrunde.
    cornelia schneidmüller

    Zahlreiche Spieler in der Vorrunde.

  • Im Halbfinale ging es ernst zu.
    cornelia schneidmüller

    Im Halbfinale ging es ernst zu.

  • Das langersehnte Finale.
    cornelia schneidmüller

    Das langersehnte Finale.

  • Der glückliche Gewinner.
    cornelia schneidmüller

    Der glückliche Gewinner.

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