Sahinovic nach Unfall außer Lebensgefahr

12. Juni 2015, 21:24
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15-jähriger Synchronschwimmerin im künstlichen Tiefschlaf, ihr drohen nach multiplen Knochenbrüchen Folgeschäden

Baku/Wien - Die 15-jährige österreichische Synchronschwimmerin Vanessa Sahinovic ist nach ihrem schweren Verkehrsunfall im Vorfeld der Europaspiele in Baku außer Lebensgefahr. Sie befindet sich in einem Wiener Krankenhaus in künstlichem Tiefschlaf. Die Nachwuchsathletin wurde die ganze Nacht über operiert und wird noch weitere Operationen über sich ergehen lassen müssen. Neben multiplen Knochenbrüchen im Beckenbereich und am Oberschenkel ist auch die Wirbelsäule stark betroffen.

Sahinovic war Donnerstagfrüh im Athletendorf ebenso wie ihre Synchronschwimm-Kolleginnen Verena Breit und Luna Pajer auf dem Gehsteig von einem Shuttlebus angefahren worden. Pajer und Sahinovic wurden nach der Erstversorgung vor Ort noch am Donnerstag nach Wien überstellt. Pajer erlitt einen Knochenbruch, soll das Spital aber bald verlassen können. Breit kam mit Prellungen glimpflich davon.

"Wir stehen noch immer unter Schock", sagte ÖOC-Präsident Karl Stoss. Der Unfallhergang wird untersucht. "Wir wollen Einblick, damit alle weiteren notwendigen Maßnahmen getroffen werden können", sagte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel.

Die beiden Schwestern Anna-Maria und Eirini-Marina Alexandri schwammen am Freitag in der Duett-Quali "für Vanessa" auf Rang vier.

Unfallslenker geständig

Der Unglückslenker hat laut Österreichischem Olympischen Komitee (ÖOC) seine Schuld umgehend eingestanden und laut eigenen Angaben das Gas- mit dem Bremspedal verwechselt. Er wurde in Untersuchungshaft genommen, die Untersuchungen der Behörden werden weiter geführt. Der Zustand der schwer verletzten Synchronschwimmerin Vanessa Sahinovic ist stabil.

Ein Alkohol- und Drogentest beim Fahrer sei negativ ausgefallen, auch ein technisches Gebrechen am Shuttlebus liege nicht vor, teilte das ÖOC mit. "Es liegt im Interesse der Mädchen, dass der Unfallhergang möglichst lückenlos rekonstruiert werden kann", sagte Stoss. (APA, red, 12.6.2015)

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