Euro gerät unter Druck

16. Juni 2015, 17:41
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Zuletzt 1,1245 Dollar - Hellas-Hängepartie

Frankfurt - Der Eurokurs ist am Dienstag etwas unter Druck geraten. Die Unsicherheit um Griechenland sorgt laut Händlern weiter für Nervosität. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1245 US-Dollar. Im Vormittagshandel war sie noch zeitweise bis auf 1,1330 Dollar geklettert.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,1215 (Montag: 1,1218) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8917 (0,8914) Euro.

Eine Lösung des Schuldenstreits zwischen Griechenland und seinen Gläubigern ist weiter nicht in Sicht. "Die Auswirkung auf den Devisenmarkt sind jedoch relativ gering", sagte Esther Reichelt, Devisenexpertin bei der Commerzbank. "Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob es zu Ansteckungseffekten auf andere Länder der Eurozone kommt." Dies sei aber aus heutiger Sicht nicht zu erwarten.

Zudem schauten die Anleger derzeit eher pessimistisch auf die Wirtschaftsentwicklung in den USA, sagte Reichelt. Auch dies verhindere Kursgewinne des Dollar zum Euro. Dass der Europäische Gerichtshof die Anti-Krisen-Politik von EZB-Präsident Mario Draghi gestützt hat und das Anleihekaufprogramm (OMT) für rechtens erklärt hat, bewegte die den Euro kaum. "An den Märkten wurde die Entscheidung so erwartet", sagte Reichelt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,71820 (0,72340) britische Pfund, 138,42 (138,54) japanische Yen und 1,0465 (1,0512) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.177,75 (1.181,40) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33.170,00 (33.180,00) Euro. (APA, 16.6.2015)

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