Kärntner Landesholding droht Millionennachzahlung

11. Juni 2015, 19:37
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Die Schuld wird auf 84 Millionen Euro geschätzt, bei einer Exekution könnte die Finanz direkt auf den Zukunftsfonds zugreifen

Klagenfurt/Wien – Der Kärntner Landesholding (KLH) droht eine Millionennachzahlung beim Finanzamt. In einem Schreiben wird die Schuld auf 84 Millionen Euro geschätzt. Aus der Liquidität der KLH sei dieser Betrag nicht zu bedienen, heißt es, die Finanz könnte sogar einen Exekutionstitel erwirken und damit auf den Zukunftsfonds zugreifen. Bescheid zu der Steuerschuld gibt es noch keinen.

Bei der Landesholding hofft man, die Nachzahlung noch abwenden zu können, sagte Aufsichtsratschef Gilbert Isep, der sich dabei auf Berater der Holding berief, am Donnerstagabend. Garantie dafür, dass die Berater Recht behalten, gebe es aber keine.

"Unterschiedliche Auffassungen" von KLH und Finanz

"Es gibt keinen Steuerbescheid", betonte Isep. Es gebe aber ein Betriebsprüfungsverfahren, bei dem die KLH und die Finanzbehörde unterschiedlicher Auffassung seien. Im Wesentlichen gehe es in der Auseinandersetzung um die Frage, ob die KLH ein gewerblicher Betrieb ist und, falls ja, welche Steuerschuld daraus entsteht.

Von der Landesregierung gab es am Donnerstag keine Stellungnahme. Landesrat Gerhard Köfer (Team Stronach) forderte in einer Aussendung "sofortige und lückenlose Aufklärung". Am Freitag findet eine Sitzung des KLH-Aufsichtsrats statt.

Im rund 500 Millionen Euro schweren Kärntner Zukunftsfonds ist der verbliebene Erlös aus dem Verkauf der Hypo Alpe Adria Bank an die BayernLB geparkt. (APA, 11.6.2015)

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