Karima Gehnyei: Protest mit Bunga Bunga

11. Juni 2015, 17:36
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Die Rapperin gastiert am Freitag in Linz

Ihre Hip-Hop-Tracks tragen Namen wie Bunga Bunga, Africanism und Orangutan, und auch sonst lässt Karima Gehnyei wenig Zweifel darüber aufkommen, gegen wen und was sich ihr Protest richtet. Die aus Liberia stammende Italienerin übt massive Kritik am Umgang des italienischen Staates mit afrikanischen Migranten. Die mit alldem Grant auf das System verbundene Energie kanalisiert sich bei der Römerin in einem vielschichtigen Hip-Hop-Sound, der auf ihrem letztjährigen Album 2G Anleihen bei einer Vielzahl an Genres von Electro bis hin zu diversen Black-Music-Fächern nimmt.

Der Sound und insbesondere Karima Gehnyeis Sprechgesangseinlagen erinnern dabei an die ebenso in der Nähe des musikalischen Krawalls angesiedelte britische Künstlerin M.I.A, die diesbezüglich ein Rolemodel abgibt. Am Freitag bestreitet Karima Gehnyei ihren ersten Live-Auftritt in Österreich. Die Rapperin gastiert beim Empress Club in der Linzer Stadtwerkstatt. Mit dabei ist ihr Landsmann Cukiman, auf dessen Soupu-Label sie veröffentlicht und der auch für die Beats verantwortlich zeichnet. (lux, 11.6.2015)

12. 6., Stadtwerkstatt, 4040 Linz, Kirchengasse 4. 23.00

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