Widerstand gegen "Koalition mit dem Rassismus"

11. Juni 2015, 17:48
60 Postings

Lacina, Muzicant, Haslinger, Rabinovici kritisieren: "Faymann macht aus der SPÖ einen Burgenländerwitz"

Wien - Spätestens seit seiner medialen Grußbotschaft an Kanzler Werner Faymann, in der er dem SP-Chef "absolute Schwäche" und "Führungslosigkeit der Partei" vorwarf, bezog der frühere Finanzminister Ferdinand Lacina ganz klar Position zur rot-blauen Koalition im Burgenland. Am Donnerstag legte er - gemeinsam mit anderen - noch einmal nach.

Unter dem Titel "Keine Koalition mit dem Rassismus" rufen Lacina, die Autoren Karl-Markus Gauss und Josef Haslinger, Schauspieler Karl Markovics, der ehemalige Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, und andere zur Unterschrift gegen eine politische Zusammenarbeit von SPÖ und FPÖ auf. Rund 700 Menschen hatten dies bis Donnerstagnachmittag bereits getan. Initiator der Aktion ist der "Republikanische Club", unterstützt wird die Aktion von SOS Mitmensch.

"Rückgratlosigkeit"

Der Initiatoren schreiben über ihre Motivation: "Der burgenländische Pakt mit den Freiheitlichen macht die Hetze salonfähig." Man fordert daher "von den Parteien jenseits des rechtsextremen Populismus: Keine Koalition mit dieser FPÖ - nicht im Bund und nicht im Land." Schriftsteller Doron Rabinovici schreibt auf der Homepage des Republikanischen Clubs: "Faymann macht aus der SPÖ einen Burgenländerwitz - und zwar einen schlechten." Mit seiner "Rückgratlosigkeit" liefere er die Republik "den Rechtsextremen" aus. Er regiere nicht mehr, "sondern hat kapituliert". Dagegen will die Initiative Stellung beziehen. (APA, red, 12.6.2015)

Share if you care.