Streit um Wiener Lokalmeile Copa Cagrana geht weiter

11. Juni 2015, 17:22
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Die Stadt will Lokale abreißen, der Pächter droht mit Klage

Wien – Um das Wiener Gastronomie- und Freizeitareal Copa Cagrana an der Neuen Donau streiten die Stadt und Generalpächter Norbert Weber seit Jahren. Nach dem Abriss einiger desolater Gebäude im Mai und der Entfernung eines Partyschiffs im Juni auf Geheiß der Stadt könnten auch die verbliebenen Gebäude bald entfernt werden.

So sieht es Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) – und beruft sich auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofes, wonach die betreffenden Gebäude keine wasserrechtliche Genehmigung mehr hätten. Diese ist nötig, weil das Areal im Hochwassergebiet liegt. Die sechswöchige Frist laufe laut Sima seit 1. Juni. Sollte der Generalpächter die Frist verstreichen lassen, will die Stadt mit einem Exekutionsrecht die Gebäude – auf Kosten Webers – abreißen.

Zivilrechtliche Klage läuft

Sollte die Stadt das machen, will Weber Schadenersatz in Millionenhöhe einklagen. Er werde nichts abreißen. Laut Weber habe die Stadt ihre Zustimmung im Wasserrechtsverfahren zurückgezogen. Weber hat eine zivilrechtliche Klage eingebracht, verhandelt wird diese Ende Juni. (krud, 11.6.2015)

  • Die Stadt lässt nach dem Abriss alter Lokale bereits neue errichten. Die Eröffnung von zwei neuen Lokalen ist für Juli 2015 geplant.
    foto: apa/christian fürthner

    Die Stadt lässt nach dem Abriss alter Lokale bereits neue errichten. Die Eröffnung von zwei neuen Lokalen ist für Juli 2015 geplant.

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