SPÖ soll künftig wieder offensiver kommunizieren

11. Juni 2015, 17:27
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Matthias Euler-Rolle wird mit "idealistischem Zugang" SPÖ-Kommunikationschef

Wien – Matthias Euler-Rolle war bisher im Bundeskanzleramt als Vertragsbediensteter angestellt, sein künftiger Arbeitgeber ist die SPÖ: Der Pressesprecher von Kanzler Werner Faymann wechselt als "Kommunikationschef" in die Löwelstraße und soll dort vor allem eines tun: reden und reden. Sein künftiger Chef, der neue Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid, gilt als vornehm und zurückhaltend, von beidem vielleicht etwas zu viel, daher soll Euler-Rolle für die Offensive in der Kommunikation nach außen sorgen.

Er sei immer schon ein hochpolitischer Mensch gewesen, versichert der 37-Jährige (nächste Woche 38). Vor etwa zehn Jahren sei er der SPÖ beigetreten. Als Kanzleramtsminister Josef Ostermayer einen Pressesprecher suchte, zögerte Euler-Rolle nicht lange – und gab viel auf: Er besaß eine Kommunikationsagentur und das Lokal "Puff" in Wien-Mariahilf und war Programmdirektor bei Radio Superfly. Warum er das alles aufgab? "Man kann nicht immer nur über die Politik schimpfen. Ich habe da einen idealistischen Zugang. Wenn man die Chance und Gelegenheit bekommt, muss man es auch selber versuchen. Ich wollte etwas Positives, etwas Konstruktives beitragen." Ob ihm das denn gelungen sei? Euler-Rolle zögert etwas. "Für eine endgültige Bilanz ist es wohl noch zu früh", sagt er.

Mit Faymann komme er jedenfalls sehr gut aus, daher sei er an dieser Schnittstelle zwischen Parteizentrale und Parteichef auch gut aufgehoben, da gebe es einiges zu vermitteln. (Michael Völker, 11.6.2015)

  • Matthias Euler-Rolle sprach bisher für den Bundeskanzler, künftig spricht er für die Partei. Er soll das recht offensiv tun.
    foto: picturedesk

    Matthias Euler-Rolle sprach bisher für den Bundeskanzler, künftig spricht er für die Partei. Er soll das recht offensiv tun.

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