Vassilakou warnt SPÖ vor Koalition mit ÖVP

11. Juni 2015, 14:53
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Verweis auf Geschehnisse in der Steiermark: "Wer solche Partner hat, der braucht keine Feinde"

Wien – Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) hat die Wiener SPÖ davor gewarnt, nach der Landtagswahl nicht mit den Grünen, sondern mit der ÖVP zusammenzuarbeiten. Das wäre eine "Todesumarmung", die Stillstand bedeuten und nur die FPÖ stärken würde, sagte sie am Donnerstag. Die Geschehnisse in der Steiermark würden das verdeutlichen.

Zwar sei dort eine "Reformpartnerschaft" ausgerufen worden, tatsächlich sei jedoch festzuhalten: "Wer solche Partner hat, der braucht keine Feinde. Man sieht, wohin Rot-Schwarz führt." Die SPÖ habe letztendlich sogar den Landeshauptmannsessel verloren. "Auch die Wiener SPÖ sieht dieser Tage, wie sehr sie sich auf Partner wie die ÖVP verlassen kann", befand sie.

Angebot der Grünen für Koalition-Fixierung

Es sei bedauerlich und ein Fehler der SPÖ, sich in Wien nicht schon jetzt zu einer weiteren Zusammenarbeit mit den Grünen zu bekennen. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) habe es verabsäumt, diesbezüglich "reinen Tisch" zu machen: "Das nehme ich zur Kenntnis." Vassilakou hatte den Wiener Roten am Dienstag angeboten, schon jetzt gemeinsame Schwerpunkte für die nächste Legislaturperiode zu erarbeiten. Die SPÖ lehnte das Ansinnen ab.

"Ich kann nur wiederholen: Es wäre gut, wenn die SPÖ die Gelegenheit nutzt, um tausenden Wienerinnen und Wienern Klarheit zu geben, welche Perspektive die Stadt nach der Wahl konkret hat", bekräftigte Vassilakou. Eine Zusammenarbeit von SPÖ und Grünen würde die Fortsetzung des weltoffenen Kurses bedeuten. In Sicherheit dürfe sich jedenfalls niemand wiegen: "Rot-Grün ist nicht ausgemachte Sache." (APA, 11.6.2015)

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