München: Großfahndung nach Entführung einer Frau

11. Juni 2015, 11:17
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Gekidnappte Ehefrau eines Sparkassenmanagers konnte entkommen

München - Die Polizei in München fahndet nach dem Entführer einer Frau, offenbar die Ehefrau eines Bankmanagers. Sie sei am Mittwoch in ihrem Wohnhaus gekidnappt und mit Waffengewalt zur Fahrt mit dem Auto nach München gezwungen worden, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Dort sei die 46-Jährige auf einem Supermarktparkplatz entkommen.

Laut "SZ" soll der Täter im Wohnhaus der Familie in Ottobrunn den Sohn des Opfers gefesselt haben. In der Wohnung fand die Polizei dem Bericht zufolge einen handgeschriebenen Erpresserbrief, in dem 2,5 Millionen Euro Lösegeld gefordert worden seien. Angeblich stand darin unter anderem: "Wir haben Ihre Frau". Der Mann sei leitender Sparkassenmanager.

Erinnerungen an Causa "Bögerl"

"Wir ermitteln bezüglich eines Verdachts der Entführung und des erpresserischen Menschenraubs", sagte eine Polizeisprecherin. Wie die Münchner Polizei am Donnerstag berichtete, hatte der Gesuchte am Vortag gegen 7.30 Uhr an der Wohnungstür der Familie geläutet. Er bedrohte die Frau und ihren zwölfjährigen Sohn mit einer Pistole. Den Sohn ließ er gefesselt in der Wohnung zurück und fuhr mit der Mutter im Auto davon. In einem zurückgelassenen Schreiben forderte er einen Millionenbetrag.

Sollte es sich beim Entführungsopfer tatsächlich um die Frau eines Bankers handeln, weckt der Fall Erinnerungen an Maria Bögerl aus Heidenheim. Die Frau des Heidenheimer Sparkassenchefs war im Mai 2010 entführt und wenige Wochen später tot aufgefunden worden. Ihr Mann hatte an einem vereinbarten Ort Lösegeld hinterlegt, das aber nicht abgeholt wurde. Er nahm sich ein Jahr später das Leben. (APA, 11.6.2015)

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