Härtere Strafen für Alkolenker bei tödlichen Unfällen in Italien

11. Juni 2015, 10:23
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"Tötung im Straßenverkehr" als Delikt für Lenker unter Einfluss von Drogen oder Alkohol - Bis zu 18 Jahre Haft

Rom - Der Senat in Rom hat am Mittwochabend einen Gesetzentwurf verabschiedet, mit dem der Straftatbestand der "Tötung im Straßenverkehr" eingeführt wird. Es soll strengere Strafen als das Delikt fahrlässige Tötung nach sich ziehen, das normalerweise für Verkehrsunfälle vorgesehen ist. Lenkern, die unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol tödliche Unfälle verursachen, drohen bis zu zwölf Jahre Haft.

Die Strafe kann auf bis zu 18 Jahre erhöht werden, wenn bei dem Unfall mehrere Personen ums Leben kommen, geht aus dem Entwurf hervor. Der Führerschein soll bis zu 30 Jahre eingezogen werden, wenn tödliche Unfälle unter Einfluss von Drogen und Alkohol verursacht werden.

Zehntausende Unterschriften gesammelt

Strengere Strafen sind insgesamt auch für Verkehrsrowdys vorgesehen. "Das ist der richtige Weg, um die noch zu hohe Zahl tödlicher Unfälle in Italien zu reduzieren. Wir wollen sicher sein, dass Verursacher von tödlichen Unfällen unter Drogen- und Alkoholeinfluss im Gefängnis landen", sagte Vize-Verkehrsminister Riccardo Nencini.

Für die Einführung des Straftatbestands "Tötung im Straßenverkehr" waren in den vergangenen Jahren in Italien Zehntausende Unterschriften gesammelt worden. Der Gesetzesentwurf muss noch von der Abgeordnetenkammer abgesegnet werden. (APA, 11.6.2015)

  • Insgesamt sollen die Strafen für Verkehrsrowdys in Italien verschärft werden.
    foto: reuters/alessandro bianchi

    Insgesamt sollen die Strafen für Verkehrsrowdys in Italien verschärft werden.

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