3.800 Jahre alte Statuetten in Peru entdeckt

10. Juni 2015, 17:01
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Archäologen stoßen auf Überreste der geheimnisvollen Caral-Kultur

Lima - Archäologen haben in der nordperuanischen Ausgrabungsstätte Vichama drei präkolumbische Statuetten entdeckt (ein Foto finden Sie hier). Die Terrakotta-Figuren, deren größte 80 Zentimeter misst, sind rund 3.800 Jahre alt, wie das peruanische Kulturministerium mitteilte. Die Statuetten lagen in einem Korb und waren so platziert, dass sie einander ansahen. Außerdem wurden noch zwei aus Ton gefertigte Frauenköpfe gefunden, die mit Vogelfedern bedeckt waren.

Zwei Statuetten stellen einen nackten Mann und eine nackte Frau dar, die weiß, rot und schwarz bemalt sind und Adlige ihres Volkes repräsentieren dürften. Die dritte soll den Archäologen zufolge eine Priesterin verkörpern und ist in Weiß mit roten Punkten gehalten. Vermutlich wurden die Statuetten für religiöse Zeremonien verwendet.

Die Anlage Vichama, rund 130 Kilometer nördlich von Lima, gehört seit 2009 zum Weltkulturerbe. Dort graben Archäologen in den Ruinen von Caral, das als älteste Stadtsiedlung auf dem amerikanischen Doppelkontinent gilt. Die Anfänge der nach ihr benannten Caral-Kultur, die sich auf die unmittelbare Umgebung der Siedlung beschränkt haben dürfte, werden vor etwa 5.000 Jahren vermutet. Allerdings ist nur wenig über diese Kultur bekannt - auch nicht der Grund, warum sie etwa 1200 vor unserer Zeitrechnung ein Ende fand. (red/APA, 10.6. 2015)

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