S&P stuft Banken herab – keine Staatshilfen mehr

9. Juni 2015, 20:32
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Erste Group und Raiffeisen Zentralbank jeweils um eine Stufe auf "BBB+" von "A-" zurückgestuft

Frankfurt am Main/Frankfurt/Wien - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) zieht die Konsequenzen aus neuen Vorschriften zur Abwicklung europäischer Banken. S&P senkte die Bonitätsnote der Deutschen Bank, der Commerzbank und zahlreicher weiterer europäischer Banken. In Österreich senkte S&P die Bonitätsnoten des Sparkassen-Spitzeninstituts Erste Group Bank und der Raiffeisen Zentralbank jeweils um eine Stufe von "A-" auf "BBB+".

Die europäischen Banken könnten nach den neuen EU-Regeln nicht mehr wie in der Finanzkrise darauf zählen, vom Staat gerettet zu werden.

Mit dem Schritt folgt die weltgrößte Ratingagentur dem Beispiel des Konkurrenten Fitch, der Mitte Mai aus dem gleichen Grund Dutzenden Geldhäusern schlechtere Noten für ihre Kreditwürdigkeit gegeben hatte.

Die Deutsche Bank bewertete S&P mit "BBB+" nun zwei Stufen niedriger, die Commerzbank wird ebenfalls mit "BBB+" bewertet und damit um eine Stufe schlechter als bisher. Während der Ausblick für das Rating der Deutschen Bank laut S&P stabil ist, droht die Ratingagentur der Commerzbank mit einer weiteren Herabstufung. Auch der HypoVereinsbank, deren Note um zwei Stufen auf "BBB" gesenkt wurde, droht eine weitere Herabstufung. (APA, 9.6.2015)

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