Platter: Asylwerber sollen mehr gemeinnützige Arbeit leisten

9. Juni 2015, 19:18
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Landeshauptmann will deshalb Gespräche mit Bürgermeistern führen - Asylsuchende bekommen für gemeinnützige Arbeit für Bund, Land oder Gemeinden einen Stundenlohn von drei Euro

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) möchte sich dafür einsetzen, dass künftig mehr Flüchtlinge in Tirol gemeinnützige Arbeit leisten. Er erlebe, dass viele Asylwerber sich nach einer sinnvollen Tätigkeit sehnen und gleichermaßen, dass es in der Bevölkerung für Unmut sorge, wenn diese keiner Beschäftigung nachgehen - der Zugang zum Arbeitsmarkt ist Asylwerbern in Österreich allerdings verwehrt.

Gemeinnützige Arbeit zu verrichten, ist Asylsuchenden seit "langer Zeit" erlaubt, wie Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) betont. "In vielen Gemeinden ist das jedoch nicht bekannt, hier ist Information notwendig", sagt sie bei ihrem Besuch in Tirol. Platter wolle nun verstärkt Tiroler Bürgermeister über diese Möglichkeit aufklären.

Wollen Asylwerber für Bund, Land oder Gemeinden gemeinnützige Arbeiten verrichten, bekommen sie dafür eine Entschädigung von drei Euro pro Stunde, ist auf einer Seite der Tiroler Flüchtlingskoordination zu lesen. Und weiter: "Für die Flüchtlinge ist dies eine willkommene Möglichkeit einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen. Für viele Ämter und Institutionen ist dies unter anderem eine Möglichkeit, Sachen umzusetzen, die normalerweise auf Grund von Arbeitskosten nicht möglich sind." (mika, 9.6.2015)

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