EZB will bei Banken-Regulierung hart bleiben

9. Juni 2015, 17:30
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Nouy: Strengere Anforderungen wirken sich positiv auf nachhaltiges Wachstum aus

Frankfurt - Die EZB will von ihrem harten Kurs bei der Überwachung von Banken nicht abrücken. Die Aufsicht sorge dafür, dass Geldhäuser in allen Konjunkturphasen ihren Aufgaben nachkommen und der Wirtschaft benötigte Finanzdienstleistungen zur Verfügung stellen können, sagte die oberste Bankenaufseherin der Europäischen Zentralbank (EZB), Daniele Nouy, am Dienstag in Berlin.

Nur gesunde Banken seien dazu fähig. "Wir als SSM betrachten dies aus einer mittel- bis langfristigen Perspektive und treten den Fürsprechern kurzfristiger Entlastungen entgegen", sagte Nouy auf dem Wirtschaftstag des CDU-Wirtschaftsrats in Berlin laut Redetext.

Nach Ansicht von Nouy wirken sich strengere Anforderungen der Aufsicht positiv auf das nachhaltige Wachstum aus. Härtere Vorschriften und eine strengere Überwachung der Geldhäuser sind eine Folge der Finanzkrise 2007 bis 2009, als viele Banken rund um den Globus mit Steuergeldern gerettet wurden. Zuletzt hatten manche Banker allerdings eine Regulierungspause gefordert und vor hohen Kosten gewarnt. Die EZB ist seit Herbst 2014 direkt für die Überwachung der 123 größten Banken im Währungsraum zuständig. Der neue Einheitliche Aufsichtsmechanismus (SSM) setzt sich aus der EZB und den nationalen Aufsichtsbehörden der teilnehmenden Länder zusammen. (APA/Reuters, 9.6.2015)

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