Ring, Salzkammergut Bäckerei und Blaschke Konditorei pleite

9. Juni 2015, 16:06
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Insgesamt 470 Dienstnehmer betroffen - Passiva von 40,77 Mio. Euro stehen Aktiva von 18,23 Mio. Euro gegenüber - Sanierung nicht beabsichtigt

Linz - Die Muttergesellschaft der Ring Bäckerei in Linz, die Success-Marketing UnternehmensberatungsgmbH, ist in Konkurs. Damit sind auch die Großbäckerei Ring sowie die Salzkammergut Bäckerei pleite. Ebenfalls insolvent ist die Blaschke Konditorei, teilte Creditreform am Dienstag mit. Betroffen sind 470 Dienstnehmer und 906 Gläubiger, so der KSV. Eine Sanierung sei laut AKV Europa nicht beabsichtigt.

Bei der Blaschke Konditorei aus Linz mit 19 Dienstnehmern stehen Passiva von 648.000 Euro Aktiva von 130.000 Euro gegenüber. Drastischer sind die Zahlen bei der 1916 gegründeten Ring Bäckerei, wo 170 Gläubiger und 280 Arbeitnehmer betroffen sind. Passiva von rund 10,66 Mio. Euro stehen hier Aktiva von 1,53 Mio. Euro gegenüber. Laut Creditrefrom liegen die Ursachen für die Insolvenz in Umsatzproblemen.

Kokoskuppel-Hersteller nicht betroffen

Auch die Tochtergesellschaft B&G Backen und Garen Technik Service in Siezenheim, hat am Landesgericht Salzburg den Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt. Dieses Unternehmen wurde 2013 gegründet und beschäftigt sich mit der Reparatur von elektrischen Back- und Küchengeräten. Hier sind rund 200 Gläubiger und 30 Arbeitnehmer betroffen. Den Aktiva von rund 1,3 Millionen Euro stehen Passiva von 2,3 Millionen Euro gegenüber.

Weiters betroffen sind die Logistikfirma der Gruppe, Eurocool Logistik in Linz, P & C Kaffee Vertriebs GmbH und die Backstube Produktions- u. Vertriebs GmbH.

In Summe gesehen hat der gesamte Konzern nach Angaben des KSV Passiva von 40,77 Mio. Euro und Aktiva von 18,23 Mio. Euro. Die sogenannten freien Vermögenswerte liegen laut AKV bei lediglich 4,7 Mio. Euro.

Das Land Oberösterreich ist mit dem AMS wegen einer möglichen Insolvenzstiftung in Kontakt. Im "Pakt für Arbeit und Qualifizierung" seien entsprechende Mittel vorgesehen, teilte Wirtschaftslandesrat Michael Strugl (ÖVP) in einer Presseaussendung mit.

Die Creditrefrom weist darauf hin, dass von der Blaschke-Insovlenz der Hersteller der Kokoskuppeln nicht betroffen ist. Die Kokoskuppeln werden von Auer-Blaschke mit Sitz im niederösterreichischen Spillern produziert und vertrieben, wie das Unternehmen Dienstagnachmittag selber mitteilte. 2013 wurde es vom Lebensmittelhersteller Spitz übernommen. (APA, 9.6.2015)

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