Internationale Raumstation musste Weltraumschrott ausweichen

9. Juni 2015, 11:16
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Triebwerke des russischen "Progress 58"-Raumschiffes gezündet

Moskau - Um auf Nummer sicher zu gehen, hat die Flugkontrolle der ISS die Internationale Raumstation auf eine höhere Umlaufbahn gehievt. Das sogenannte pre-determined avoidance maneuver (PDAM) sollte eine mögliche Kollision mit Weltraumschrott verhindern. Es handelte sich um ein Trümmerstück einer im Jahr 2013 gestarteten US-amerikanischen "Minotaurus"-Rakete.

Für das Ausweichmanöver wurden die Triebwerke des russischen "Progress 58"-Raumschiffes für 5 Minuten und 22 Sekunden gezündet, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau am Montagabend mit. Der Weltraummüll passierte die ISS wenige Stunden später in einem Abstand von knapp 5 Kilometern. Nach der Bahnanhebung kreist die ISS nun in einem Abstand von 394 Kilometer (Minimum) bzw. 409 Kilometern (Maximum).

Die Station war schon mehrfach zu solchen Manövern gezwungen. Zu Schäden kam es bisher nicht. Meist sind es Teile alter Satelliten, die mit Hochgeschwindigkeit durch die Schwerelosigkeit irren. (red, 9.6.2015)

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