Indonesische Provinz untersagt Frauen Arbeit nach 23 Uhr

9. Juni 2015, 11:02
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Regelung soll Fälle sexueller Belästigung verhindern

Jakarta/Banda Aceh – Ein Arbeitsverbot nach 23 Uhr soll Frauen in der indonesischen Provinz Aceh vor Kriminalität schützen. Diese Ausgangssperre solle Fälle sexueller Belästigung verhindern, wie die Bürgermeisterin der Provinzhauptstadt Banda Aceh, Illiza Sa'aduddin Djamal, am Dienstag mitteilte.

In der muslimischen Provinz gebe es landesweit die meisten Fälle. Dies ergab die Studie einer örtlichen Stiftung für Erziehung und Kinder. Krankenschwestern und Hebammen sind von der Sperre, die am 4. Juni in Kraft trat, ausgenommen.

Die Einschränkung betrifft vor allem weibliche Beschäftigte in der Tourismusbranche sowie Sport- und Unterhaltungszentren. Auch der private Besuch dieser Orte ist Frauen und Kindern nach 22.00 Uhr nur in Begleitung eines männlichen Angehörigen erlaubt. Bei Verstößen würden Frauen verwarnt, sagte Sa'aduddin Djamal. Arbeitgeber hingegen setzten ihre Firmenlizenz aufs Spiel. In Aceh gilt teilweise das islamische Scharia-Recht. (APA, dpa, 9.6.2015)

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