Murmeltiertage im Formel-1-Zirkus

8. Juni 2015, 18:42
39 Postings

Red Bull wird auch beim Heim-Grand-Prix in zwei Wochen kein Licht sehen - Marko fordert grundsätzliche Überlegungen

Montreal/Spielberg - Alles andere als ein spektakulärer Verlauf und Red Bull weit weg von der Musik - das Rennen am Sonntag in Montreal war die denkbar schlechteste Werbung für den Grand Prix von Österreich in zwei Wochen in Spielberg. Auf dem Circuit Gilles-Villeneuve amüsierte sich Mercedes erneut mit der Konkurrenz, amüsierte sich auch Weltmeister Lewis Hamilton mit seinem Teamkollegen und Kontrahenten Niko Rosberg. "Und täglich düst das Murmeltier", resümierte BILD, auch weil ein die Strecke gottlob unfallfrei querendes Murmeltier für die einzige aufregende Szene des Rennens gesorgt hatte.

Wildwechsel ist theoretisch auch auf dem Red-Bull-Ring möglich. Und die Überlegenheit von Mercedes wird eher noch größer sein, da im Steirischen die Motorenleistung besonders wichtig ist. Das ist besonders traurig für Red Bull. "Das Rausbeschleunigen aus engen Kurven und dann relativ lange Geraden, das ist in der jetzigen Motorensituation das Ärgste, was uns passieren kann", sagte Motorsportdirektor Helmut Marko. Dazu kommt, dass entweder der Russe Daniil Kwjat, der in Montreal mit Rang neun wenigstens zwei Punkte geholt hat, oder der Australier Daniel Ricciardo bereits den fünften Motor der Saison bekommt und also in der Startaufstellung um zehn Plätze zurückversetzt wird. Damit droht dem Rennstall ausgerechnet daheim das erste punktelose Rennen seit dem Auftakt-GP 2014. Seinerzeit war Ricciardo nach Rang zwei disqualifiziert worden und Sebastian Vettel ausgeschieden.

Marko versprach für Spielberg maximale Bemühungen punkto Chassis, "aber das sind nur Nuancen". Darüber hinaus bedürfe es grundsätzlicher Überlegungen. In welche Richtung wollte Marko nicht sagen. (APA, lü; 8.6.2015)

  • Groundhog Day.
    foto: apa/epa/valdrin xhemaj

    Groundhog Day.

Share if you care.