Lycos: Internet-Urgestein steigt ins Wearable-Geschäft ein

8. Juni 2015, 10:51
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Fitnessband und smarter Ring vorgestellt – Gründung von Nonprofit-Organisation "Lycos Life" angekündigt

Das Unternehmen Lycos war einst, vor dem Platzen der Dotcom-Blase, eine der bedeutendsten Internetfirmen der Welt. Man bot ein umfangreiches Webverzeichnis an und hatte auch eine Suchmaschine in petto.

Doch mit Aufstieg von Yahoo und später Google schwand die Popularität. Trotzdem existiert die Firma bis heute und bietet nach wie vor Suchdienste, Webmail und andere Dienste an. Nun versucht man sich an einem Vorstoß in neue Gefilde und bringt ein Fitnessarmband und einen smarten Ring unter der Marke "Lycos Life" auf den Markt.

The Band

Bei der Fitnessuhr, genannt "The Band", handelt es sich um eine Wearable mit kleinem Display und Toucherkennung. Es zählt Schritte, misst den Puls, zeichnet Geschwindigkeit auf, errechnet Kalorien und misst die Schlafqualität. Außerdem kann das Gerät für den sicheren Log-in bei Apps und Webseiten anstelle oder zusätzlich zum Passworts verwendet werden.

Dank NFC-Unterstützung wurde ein Feature namens "Tap2Transfer" realisiert. Führt man das Band und ein Smartphone zusammen, sollen sich auf diesem Wege schnell Telefonnummern oder andere Kontaktdaten übermitteln lassen. An Bord ist auch eine Weckfunktion, die entweder einen Vibrationsalarm auslöst oder das Telefon klingeln lässt.

Das Gadget für 125 Dollar (aktuell etwa 112 Euro) soll eine Akkulaufzeit von zwölf bis 14 Tagen bieten und kann Fitnessdaten der letzten 31 Tage speichern, ehe es wieder mit der App synchronisiert und geladen werden muss. Das Band ist bis zu einer Tiefe von einem Meter für mindestens 30 Minuten wasserdicht.

The Ring

"The Ring" kostet mit 60 Dollar (rund 54 Euro) knapp die Hälfte, reduziert neben Größe aber auch die Funktionen. Auf Fitness- und Schlaftracking muss man hier verzichten. Der smarte Fingerschmuck dient ausschließlich als Sicherheits-Token und für "Tap2Transfer". Auch hier werden zwei Wochen Akkulaufzeit versprochen. Die Konfiguration von Ring und Band funktioniert per App, die aktuell für Geräte mit Android 4.3 oder höher zur Verfügung steht.

Österreichische Interessenten müssen für die Lieferung 20 Dollar bezahlen. Der Versand startet in Kürze nach der Launch Party in Los Angeles. Am 16. Juni wird es auch in Mumbai, Indien, einen separaten Vorstellungsevent geben.

Nonprofit-Organisation

Unter dem "Lycos Life" geht gleichzeitig auch ein Nonprofit-Projekt an den Start. Dabei handelt es sich nach eigenen Angaben um eine weltweite, humanitäre Initiative mit der Zielsetzung, durch Sensoren und Drahtloskommunikation "lebensrettende" Umweltinformationen zugänglich zu machen.

Hierzu will man etwa portable Testgeräte zugänglich machen, mit welchen sich die Qualität von Wasser ermitteln lässt. Die Initiative soll fünf Prozent der Einnahmen aus dem Verkauf der beiden Wearables erhalten. (gpi, 08.06.2015)

Links

Lycos

  • Das Lycos Life-Fitnessband.
    foto: lycos

    Das Lycos Life-Fitnessband.

  • Artikelbild
    foto: lycos
  • Der Lycos Life-Ring.
    foto: lycos

    Der Lycos Life-Ring.

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