Windows 10: Von Downgrades und "echten" Hardware-Voraussetzungen

8. Juni 2015, 09:58
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Am 29. Juli steht Microsofts neues Betriebssystem bereit, daher werden immer mehr Infos bekannt

Der Countdown läuft: In rund sieben Wochen werden erste Windows-Nutzer die neueste Version des Betriebssystems erhalten. Bereits um die Frage, wer Windows 10 kostenfrei installieren darf, herrschte einiges an Verwirrung. Hier gilt als Faustregel: Jeder, der Windows 7 oder Windows 8 legal installiert hat. Doch auch um die Reservierungs-App und tatsächliche Hardware-Voraussetzungen ranken sich noch Fragen, die beispielsweise der Guardian beantwortet hat. So sehen viele Nutzer den Link, der zur Installation der Reservierungs-App führt, noch nicht. Das könnte daran liegen, dass sie nicht alle Updates installiert haben. Dann müsste das Icon in der Taskleiste erscheinen.

Kann man die Reservierung für Win 10 wieder zurückziehen? Wie oft?

Natürlich. Dazu muss man die Reservierungs-App öffnen. Anschließend klickt man auf jenen Menüpunkt, mit dem sich der Status des Upgrade anzeigen lässt. Dort kann die Reservierung wieder abgebrochen werden. Bis 29.7.2016 – solange soll Win 10 kostenfrei bleiben – kann dieser Vorgang beliebig oft wiederholt werden. Allerdings lohnt es sich durchaus, sich die Entscheidung gut zu überlegen und dann dabei zu bleiben, da es beim Rollout beispielsweise zu Verzögerungen kommen kann. Denn die Reservierungs-App lädt Teile von Win 10 bereits vorab, um die Ausspielung an Millionen Geräte gleichzeitig zu schaffen.

Reichen die empfohlenen, offiziellen Hardware-Spezifikationen tatsächlich aus?

Microsoft empfiehlt für die 32 Bit-Version von Win 10 1 GB RAM, für die 64 Bit-Version 2 GB RAM. Damit alles flüssig läuft, sollten Nutzer jedoch das Doppelte einplanen, so der Guardian. Wer mehr als 4 GB RAM besitzt, muss übrigens die 64-Bit-Version zum Einsatz bringen. Wer einen Rechner mit "ungewöhnlicher" Hard- oder Software hat, sollte ein bisschen warten: Nämlich solange, bis Microsoft nach ersten Rückmeldungen von Nutzern Bugfixes dafür entwickelt hat.

Wie viele Geräte dürfen mit Win 10 bestückt werden?

Theoretisch gibt es dafür kein individuelles Limit: Jede Maschine, auf der eine rechtmäßige Kopie von Win 7 oder Win 8 läuft, kann auf Windows 10 upgegradet werden. Bei Lizenzen im Business- oder Bildungsbereich ist das anders, dort muss wiederum eine legitime Lizenz dieser Art nachgekauft werden.

Kann man von der 32 Bit- auf 64 Bit-Version upgraden?

Prinzipiell verläuft das Upgrad nach dem Prinzip "Gleiches zu Gleichem": Home-Versionen von Win 7 oder Win 8 werden zu Home Versionen von Win 10, Pro zu Pro. Dasselbe gilt für die Bit-Version. Der Guardian empfiehlt, bei einem Update auf 64 Bit sowieso eine komplett frische Installation zu machen, da ohnehin sämtliche Daten gelöscht werden.

Gibt es einen Zwang zu Windows 10? Kann man wieder zurück, wenn es einem nicht gefällt?

Das Upgrade auf Windows 10 ist natürlich nicht verpflichtend. Jeder Nutzer kann weiterhin bei seiner favoritisierten Windows-Version bleiben. Nervt einen die ständige Erinnerung an Win 10, kann im Eigenschaften Menü bei den Optionen für die Taskleiste die "Windows 10 erhalten"-App versteckt werden. Probiert man Win 10 aus und ist nicht zufrieden, kann jederzeit ein "Roll back" erfolgen. Da sollte aber jedenfalls ein Backup erfolgen. (fsc, 8.6.2015)

  • Der Veröffentlichungstermin von Win 10 rückt immer näher
    foto: reuters/kimyonghoon

    Der Veröffentlichungstermin von Win 10 rückt immer näher

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