Alkohol, Raser, tote Katze: Unfälle mit mehreren Verletzten am Wochenende

7. Juni 2015, 18:51
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Wien - Zu mehreren Verkehrsunfällen kam es am Wochenende in Österreich, die zum Teil Schwerverletzte forderten.

Zwei 18-jährige Frauen sind Samstagfrüh im Bezirk Vöcklabruck von einem Auto gestreift und verletzt worden. Eine Schülerin wurde vom Außenspiegel des Wagens erfasst, der zweiten fuhr das Auto über den Fuß. Der Lenker flüchtete. Die Polizei hat einen 49-jährigen Landwirt als Fahrer ausgeforscht und angezeigt. Der Mann gab an, nichts bemerkt zu haben, so die Polizei in einer Presseaussendung am Sonntag.

Ebenfalls Fahrerflucht beging ein Autolenker, der am Samstag bei Mureck (Bezirk Südoststeiermark) ein Motorrad gerammt hatte. Der Biker erlitt dabei schwere Verletzungen, seine Beifahrerin wurde ebenfalls verletzt. Der Motorradfahrer überholte gerade ein Auto, das nach rechts zu einer Tankstelle abbiegen wollte. Gleichzeitig fuhr ein 59 Jahre alter Autofahrer aus der Tankstelle in die Bundesstraße ein. Er dürfte nach Angaben der Polizei das Motorrad übersehen haben und stieß seitlich gegen die Maschine, die gegen ein weiteres Auto geschleudert wurde. Der Motorradfahrer wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Unfallkrankenhaus nach Graz geflogen, seine Beifahrerin mit einem Rettungsauto ins Landeskrankenhaus Wagna gebracht.

Unfall wegen toter Katze

Ein Motorradunfall in Lurnfeld (Bezirk Spittal/Drau) hat am Sonntag drei Schwer- und einen Leichtverletzten gefordert. Ein 47 Jahre alter Biker aus der Steiermark war nach Angaben der Polizei auf das Motorrad seines Zwillingsbruders aufgefahren. Die Brüder waren mit einer Gruppe von Motorradfahrern unterwegs. Vor dem Einbiegen von einer Landes- in die Drautal-Bundesstraße (B100) dürfte der Unfallverursache unaufmerksam gewesen sein und prallte gegen das Bike seines Bruders. Er, seine 52 Jahre alte Beifahrerin und die 46-jährige Beifahrerin seines Bruders erlitten dabei schwere Verletzungen. Ein anderer Motorradfahrer kam mit leichten Verletzungen davon.

Wegen einer toten Katze hat eine 19-Jährige im Flachgau Sonntagmittag ihr Auto verrissen. Die Frau verlor dabei die Herrschaft über den Wagen. Sie kam ins Schleudern und landete im Straßengraben. Sowohl die Lenkerin als auch eine gleichaltrige Beifahrerin wurden verletzt. Ihr Fahrgast musste sogar mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen ins Spital geflogen werden, berichtete die Polizei. Die 19-Jährige war von Göming kommend in Richtung Nußdorf unterwegs. In einer unübersichtlichen Linkskurve lag die tote Katze. Das Fahrzeug landete auf der Beifahrerseite im Graben. Die beiden 19-Jährigen konnten noch selbst herausklettern. Der Rettungshubschrauber Christophorus 6 flog die Beifahrerin ins Landeskrankenhaus Salzburg. Die Lenkerin wurde von der Rettung ins gleiche Spital transportiert.

Mehrere Unfälle mit alkoholisierten Beteiligten

Ein 22-Jähriger hat am Samstagabend in Wildenau (Bezirk Braunau am Inn) in Oberösterreich volltrunken einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Der junge Mann hatte den Vorrang missachtet und rammte den Wagen einer 24-Jährigen. Die Frau als auch der Unfalllenker wurden bei dem Crash verletzt. Ein Alkotest bei dem Mann ergab einen Wert von 2,14 Promille, berichtete die Polizei Pressestelle.

Ein ebenfalls betrunkener 19-Jähriger hat in der Nacht auf Sonntag in Puch bei Hallein in Salzburg mit seinem Wagen eine Straßenlaterne frontal gerammt. Der Lenker blieb unverletzt, am Wagen entstand Totalschaden. Ein Alkotest ergab fast 1,7 Promille. Die Lenkberechtigung wurde dem Führerschein-Neuling an Ort und Stelle abgenommen, gab die Polizei in einer Aussendung bekannt.

Nur wenige Stunden zuvor ereignete sich auf der Hinterseer Landesstraße ein anderer schwerer Alko-Unfall. Ein 61-jähriger Deutscher fuhr in Richtung Hof bei Salzburg (Bezirk Salzburg-Umgebung). Er kam mit dem Fahrzeug ins Schleudern und landete in einer Wiese, wo sich der Wagen überschlug. Der Lenker blieb bei seinem Ausritt unverletzt, der Wagen hat nur noch Schrottwert. Ein durchgeführter Alkotest ergab einen Wert von einem Promille. Der Führerschein wurde ihm ebenfalls abgenommen.

Bub lief auf Straße

Bereits am Samstag hat ein 15-Jähriger hat in Bad Ischl (Bezirk Gmunden) einen 72-jährigen Radfahrer mit seinem Moped gerammt. Anstatt zu helfen, montierte er sein Kennzeichen ab und fuhr davon. Passanten alarmierten die Exekutive. Diese leitete eine Fahndung ein. Nach einer Stunde meldete sich der Schüler reumütig am Posten, teilte die Polizei in einer Presseaussendung mit. Der 15-jährige Ischler war gemeinsam mit einem Freund unterwegs. Er wollte den 72-jährigen E-Bike-Fahrer aus Salzburg in einer unübersichtlichen Linkskurve überholen. Wegen eines entgegenkommenden Radfahrers musste er eine Vollbremsung einleiten und stieß gegen den Hinterreifen des E-Bikes. Der 15-Jährige und der 72-Jährige stürzten und wurden verletzt.

Im Grazer Stadtteil Puntigam ist am Samstag ein zehn Jahre alter Bub zwischen geparkten Autos auf die Straße gelaufen. Er lief direkt vor ein fahrendes Auto, wurde niedergestoßen und schwer verletzt. Der Bub war aus einer Grundstückseinfahrt auf die Straße gelaufen, die er überqueren wollte. Neben der Fahrbahn waren einige Autos parallel zur Straße abgestellt. Ein 57 Jahre alter Grazer sah das Kind im letzten Moment und machte laut Polizei noch eine Vollbremsung. Er schaffte es aber nicht mehr, das Auto zum Stillstand zu bringen, der Bub wurde erfasst und zu Boden geschleudert. Der Zehnjährige wurde mit der Rettung in die Kinderklinik Graz eingeliefert. (APA, 7.6.2015)

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