86 Tote in Afghanistan, Regierungstruppen starteten Gegenangriff

7. Juni 2015, 15:02
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US-Hightech-Waffen und die Taliban kosteten am Wochenende in Afghanistan dutzende Menschen das Leben

Kabul - Bei dem Einsatz einer US-Drohne sowie Kämpfen mit den Taliban und Bombenanschlägen sind in Afghanistan mindestens 86 Menschen getötet worden. Im Osten des Landes sei eine von der Drohne abgeschossene Rakete in eine Trauergemeinde bei der Beerdigung eines Taliban-Kommandeurs eingeschlagen, sagte der Vize-Gouverneur der Provinz Khost, Abdul Wahed Pathan, am Samstag.

Dabei seien mindestens 34 Menschen getötet worden. "Dutzende Rebellen nahmen an der Beisetzung teil", sagte Pathan.

Unter den Opfern des Angriffs vom Freitag in dem Ort Bati Thanai seien aber auch Zivilisten, betonte der Sprecher des Gouverneurs, Mobariz Zadran. Pathan sagte: "Wir haben ein Komitee in die Region entsandt, die die Zahl der getöteten Zivilisten in Erfahrung bringen soll". Zivile Opfer durch Drohnenangriffe haben die USA in Afghanistan bereits viele Sympathien gekostet. Bei einem weiteren US-Drohnenangriff unmittelbar hinter der Grenze zu Pakistan starben nach Angaben aus Islamabad mindestens acht Islamisten.

Tote in mehreren Regionen

In der im Norden Afghanistans gelegenen Provinz Badachschan gingen Regierungstruppen nach offiziellen Angaben vom Sonntag zum Gegenangriff über. Am Vortag waren sie angesichts des Angriffs Hunderter Taliban aus der Region Yamgan geflohen, sagte der Provinzsprecher Mohammad Ahmadsai am Samstag. Sechs Soldaten und Polizisten sowie 20 Taliban seien bisher bei den Kämpfen getötet worden. Auch im Süden des Landes kam es in der Provinz Uruzgan zu Gefechten, bei denen zwei Polizisten und zehn Taliban getötet worden seien.

Weitere 14 Menschen, darunter auch der Staatsanwalt in Kunduz, wurden bei insgesamt drei Bombenanschlägen in verschiedenen Landesteilen getötet. In der im Osten des Landes gelegenen Stadt Pul-i-Alam verschleppten Unbekannte nach offiziellen Angaben eine Gruppe von Minenräumern, die in einem Programm der gemeinnützigen britischen Organisation Halo Trust arbeiteten. (APA/dpa, 7.6.2015)

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