Virale Speisen, Foodporn: Wie Instagram Restaurants verändert

7. Juni 2015, 13:01
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Köche ob des Fotografierens von Fotos gespalten – aber Einfluss von Instagram ist nicht zu leugnen

178 Millionen Fotos sind auf dem Foto-Netzwerk Instagram mit dem Hashtag #Food versehen worden. Das Zu-Schau-Stellen von Mahlzeiten gehört zu den größten Leidenschaften von Hobby-Fotografen, in den vergangenen Jahren hat sich im Netz eine riesige Gemeinschaft gebildet. Doch wie denken eigentlich Starköche über diesen Trend? Das wollte das US-Magazin Wired erfahren, das mit einer ganzen Reihe von Küchenchefs gesprochen hat.

Nicht eindeutig

Die Ergebnisse zeigen, dass man in der Branche gespalten ist: Einige Köche betreiben selbst einen Instagram-Account, andere verbannen Smartphones und Kameras sogar aus ihren Restaurants. Tatsächlich kann der Besuch eines berühmten Foodbloggers sogar zu einem signifikanten Anstieg von Reservierungen und Besuchen führen, berichten einige Köche übereinstimmend.

Essen genießen

Ungern gesehen – bzw. nahezu gehasst – wird es, wenn der Gast über das "Fotoshooting" seines Essens vergisst, dieses zu genießen. Außerdem treibt Köche zusehends eine Sorge über schlechte Fotos ihrer Speisen um. Dass manche Mahlzeiten extra für Instagram kreiert wurden, wird allerdings abgestritten. Das sei auch gar nicht nötig, so Wired: Starköche fühlten sich schon immre als Künstler, die ihre Kreation möglichst spektakulär präsentieren wollen. (fsc, 7.6.2015)

  • Manche Küchenchefs werben selbst auf Instagram
    foto: screenshot/instagram

    Manche Küchenchefs werben selbst auf Instagram

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