Hunderte Feuerwehreinsätze nach Starkregen in Tirol und Salzburg

7. Juni 2015, 12:52
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1.000 Mann im Einsatz - Überschwemmungen auch in Salzburg

Innsbruck - Starkregen hat am Samstagabend die Feuerwehren in Teilen Tirols auf Trab gehalten. Betroffen waren laut Leitstelle Tirol das Innsbrucker Stadtgebiet, der Westen des Bezirkes Innsbruck-Land und das Außerfern. Meldungen über Verletzte lagen nicht vor.

Zu Einsätzen mussten die Feuerwehren ausrücken, nachdem verklauste Bäche über die Ufer getreten waren. Tiefgaragen und Keller unter anderem im Innsbrucker Stadtteil Hötting wurden überschwemmt. Probleme mit der Trinkwasserversorgung gab es nach einem Hangrutsch in Polling westlich der Landeshauptstadt.

Unwetter und Geröll legten außerdem die Mittenwaldbahn zwischen Seefeld und Innsbruck lahm. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

Tausend Feuerwehrleute im Einsatz

Allein bis Mitternacht verzeichnete die Leitstelle 358 Alarmierungen in ganz Tirol. Insgesamt standen über 1.000 Feuerwehrleute im Nachteinsatz.

In Innsbruck gab es die meisten Alarmierungen, für die Reichenauer 35 Einsätze, die Feuerwehr Hötting 33 Einsätze und die Feuerwehr Mühlau 23 Einsätze. Im Bezirk Innsbruck-Land verzeichnete die Feuerwehr Inzing 34 Einsätze, die Feuerwehr Hatting 27 Einsätze und die Feuerwehr Polling 20 Einsätze.

Die Landesgeologen waren am Sonntag wegen Hangrutschungen und zur Gefahrenabschätzung unterwegs. Rutschungen gab es unter anderem in Ranggen, Polling, Hatting, Flaurling und Wattenberg. Die nächste Gewitterfront wurde in Tirol für Sonntagabend erwartet.

Überschwemmungen in Salzburg

Auch im Oberpinzgau in Salzburg haben starke Unwetter in der Nacht auf Sonntag die Feuerwehr in Atem gehalten. Die Helfer mussten in Mittersill die Felbertauernstraße nach einem Murenabgang wieder freiräumen. An der Salzach und dem Felberbach wurde Hochwasseralarm ausgelöst, zeitweise musste die Lokalbahn gesperrt werden. Das berichtete die Freiwillige Feuerwehr Mittersill in einer Aussendung am Sonntag.

Nach einer Kontrollfahrt im Bereich der Flüsse Salzach, Felberbach und Burkbach stellte sich die bedrohliche Hochwassersituation heraus. Auf dem Felberbach wurden Aufsichtsposten eingesetzt, um die Lage im Auge zu behalten.

Nachdem der Pegelstand der Salzach rasant anstieg, musste die Salzburger Lokalbahn gesperrt werden und Dammbalken im Bereich der Geleise wurden eingesetzt. Mit 4,37 Metern war gegen Mitternacht der Höchststand erreicht. Die Wassermenge wurde am Sonntag noch laufend kontrolliert.

Auch für heute Nacht werden wieder starke Unwetter erwartet. Aktuell waren noch Vorbereitungsarbeiten im Gange: "Die Felberache ist relativ aggressiv", erklärte Einsatzleiter Roland Rauchenbacher im Gespräch mit der APA am Sonntag. Bagger räumten daher noch Schutt heraus, um Überschwemmungen zu erschweren. Weitere Maßnahmen würden je nach Situation in der Nacht getroffen. Die Feuerwehr befand sich in der Nacht auf Sonntag mit 43 Mann und sechs Fahrzeugen im Einsatz. (APA, 7.6.2015)

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